Pressemitteilung
der vdek-Landesvertretung
Bayern
München, 17. Februar 2009
Ärztestreik auf dem Rücken der Patienten
„Deutschland steckt in der tiefsten Rezession der Nachkriegszeit. Die Wirtschaftsleistung geht massiv zurück, die
Arbeitslosenzahlen steigen, die Kurzarbeit weitet sich aus. Ausgerechnet jetzt fordern bayerische Fachärzte mehr Geld
von den Krankenkassen. Diese Forderungen sind einfach realitätsfremd“, kommentiert Dr. Ralf Langejürgen, Leiter
des Verbandes der Ersatzkassen in Bayern, die Schließungen von Arztpraxen.
Den protestierenden Fachärzten sollte klar sein, wen die Forderungen nach mehr Geld unter den Bedingungen des
Gesundheitsfonds einseitig belasten, nämlich ihre Patienten. Diese zahlen bereits seit dem 1. Januar 2009 einen höheren
Beitrag zur Gesetzlichen Krankenversicherung. Besonders hart wurden dadurch die Rentner getroffen. Um mehr Honorare zu
finanzieren, müssten die Krankenkassen einen Zusatzbeitrag von ihren Mitgliedern verlangen.
Die Fachärzte in Bayern sind Spitzenverdiener bundesweit: Der durchschnittliche Jahreshonorarumsatz lag im Jahre 2007
hochgerechnet bei knapp 192.000 Euro. Diese Zahl enthält nicht weitere Einnahmen aus Sonderverträgen, zusätzliche
Privatleistungen sowie die Honorarzahlungen der privaten Versicherung. Gegenüber 2008 zahlen die gesetzlichen
Krankenkassen in diesem Jahr 4,2 Prozent mehr Honorare an die Fachärzte in Bayern.
„Eine Minderheit verlangt mehr Geld, während die Mehrheit immer weniger bekommt. Mit solchen Protestaktionen
stellen sich die Ärzte selbst ins Abseits“, resümiert Dr. Langejürgen.
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Ihr Ansprechpartner:
Dr. Sergej Saizew
Tel.: 0 89 / 55 25 51 - 60
E-Mail: sergej.saizew@vdek.com

Patientenrechte-gesetz
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