Krankenhäuser
Die Krankenhauslandschaft in Bremen auf einen Blick:
In der Stadt Bremen gibt es 10 Krankenhäuser - davon sind 4 in öffentlicher, 4 in freigemeinnütziger und 2 in privater Trägerschaft.
Öffentliche Träger können Bund, Länder und Gemeinden sein, freigemeinnützig können religiöse Gemeinschaften oder soziale Vereinigungen (z.B. Wohlfahrtsverbände) sein.
- Klinikum Bremen-Mitte (Stadt Bremen)
- Klinikum Links der Weser (Stadt Bremen)
- Klinikum Bremen-Nord (Stadt Bremen)
- Klinikum Bremen-Ost (Stadt Bremen)
(Die Klinika handeln als gemeinnützige GmbH's unter dem Dach der Holding-Gesellschaft Gesundheit Nord gGmbH)
- DIAKO Ev. Diakonie-Krankenhaus (Konfessioneller Träger)
- Rotes-Kreuz-Krankenhaus (Stiftung privaten Rechts)
- Roland-Klinik (Gemeinnützige GmbH)
- St. Joseph-Stift (Konfessioneller Träger)
- Paracelsus Kurfürsten Klinik (privater Träger)
- AMEOS Klinik Dr. Heines (privater Träger)
In Bremerhaven gibt es 3 Krankenhäuser - davon sind 2 in freigemeinnütziger und eines in öffentlicher Trägerschaft.
- Klinikum Bremerhaven-Reinkenheide (Stadt Bremerhaven)
- St. Joseph-Hospital (Konfessioneller Träger)
- DRK-Krankenhaus Am Bürgerpark (DRK-Krankenanstalten Wesermünde)
Besondere Leistungsschwerpunkte der Bremer Krankenhäuser:
Stroke-Unit
Der Schlaganfall (engl.: Stroke) ist nach den Herz-Kreislauferkrankungen und Krebs die dritthäufigste Todesursache in Deutschland. Im Land Bremen trifft die plötzlich auftretende Symptomatik jährlich rund 2000 Menschen. Eine schnelle Behandlung und die früh einsetzende Rehabilitation sind wichtige Voraussetzungen um Folgeschäden zu vermeiden oder zu mindern. In der Stroke-Unit wird schnell geklärt, wo die Ursache der neurologischen Ausfallerscheinungen liegt und welche Behandlung in Frage kommt. Allerdings sind nicht alle Patienten zur Aufnahme in einer Stroke-Unit geeignet. Patienten in lebensbedrohlichem Zustand - im Koma oder mit Kreislaufzusammenbruch - werden beispielsweise auf der Intensivstation behandelt.
Da besonders ältere Menschen betroffen sind, kommt der Behandlung von Schlaganfällen allein wegen der demografischen Entwicklung eine immer größere Bedeutung zu. Die Stroke-Unit in Bremen befindet sich im Klinikum Bremen-Mitte. In Bremerhaven ist die Akutbehandlungseinheit für Schlaganfälle im Klinikum Reinkenheide angesiedelt.
Kinder im Krankenhaus
Zwar sind die Möglichkeiten den ambulanten und teilstationären Versorgung in den vergangenen Jahren immer größer geworden, aber leider lässt sich ein Krankenhausaufenthalt auch für Kinder nicht immer vermeiden.
In der Stadt Bremen erfolgt die pädiatrische Versorgung an den überregional anerkannten Standorten für Kinderheilkunde am Klinkum Bremen-Nord, am Klinikum Links der Weser sowie an der Professor Hess Kinderklinik des Klinikums Bremen-Mitte für die Bereiche Kinderheilkunde und Kinderchirurgie.
Herzzentrum
Im Klinikum Links der Weser wird das gesamte Spektrum der medizinisch-therapeutischen Leistungen zur Diagnostik und Behandlung von Herzkreislauferkrankungen vorgehalten:
- Kardiologie
- Herz- und Gefäßchirurgie
- Kinderkardiologie und angeborene Herzfehler
- Elektrophysiologie
- Kinderrhythmologie
- Teilstationäre und ambulante kardiologische Rehabilitation
Palliative Versorgung
Ein lange vernachlässigter Bereich der Medizin ist die Begleitung sterbender Menschen. Das Wort "palliativ" kommt vom lateinischen "pallium" und bedeutet Mantel. In der palliativen Versorgung geht es nicht um Heilung, sondern um Lebensqualität und eine individuelle Betreuung, die die Bedürfnisse des Patienten in den Mittelpunkt aller Bemühungen stellt. In Bremen können schwerstkranke Menschen auf unterschiedliche Weise, Zuhause oder in einer Einrichtung, Betreuung finden:
In den Palliativ-Stationen am Klinikum Links der Weser und am St. Joseph-Hospital, im stationären Hospiz:Brücke in Walle sowie in der ambulanten Betreuung über die Landesarbeitsgemeinschaft Hospiz Bremen e.V.
Seit September 2009 gibt es in Bremen auch die Spezialisierte Ambulante Palliativ-Versorgung (SAPV). Dieses Angebot ermöglicht unheilbar kranken Menschen auch bei schwerer Symptomatik zu Hause von einem Team speziell ausgebildeten Ärzte und Pflegekräfte versorgt zu werden.
Qualitätsberichte der Krankenhäuser
Krankenhäuser müssen seit einiger Zeit Qualitätsberichte erstellen. Die Ersatzkassen haben die Berichte so aufbereitet, dass in verständlicher Form wichtige Informationen über die Struktur und die Leistungen der Krankenhäuser abrufbar sind.
Bei verschiedenen Klinik-Suchmaschinen der Ersatzkassen können Sie nach geeigneten Krankenhäusern in Ihrer Nähe suchen, sich Versorgungsschwerpunkte anzeigen lassen, oder Kliniken nach der Häufigkeit bestimmter Eingriffe vergleichen.
Finanzierung der Krankenhausleistungen
Seit 2005 hat für die Krankenhäuser und Krankenkassen eine Phase der Umstellung in der Vergütung begonnen. Davor haben die Krankenkassen für die Behandlung ihrer Versicherten gleiche Tagessätze für unterschiedliche Leistungen gezahlt. Zwar gab es bereits Fallpauschalen, die die Art der Leistung berücksichtigten, diese galten allerdings nur für eine ausgewählte Gruppe von Diagnosen und Eingriffen.
In 2003 hat der Gesetzgeber beschlossen, dass die Krankenhausvergütung in Deutschland vollständig auf Fallpauschalen umgestellt werden soll. In diesem neuen Abrechnungssystem werden Krankheiten nach Gruppen zusammen gefasst und je nach den durchschnittlichen Kosten, die die Behandlung im Krankenhaus verursacht, mit einem Umrechnungsfaktor versehen. Diese Gruppen nennt man Diagnosis Related Groups (DRG). Das neue Vergütungsschema wird daher DRG-System genannt.
Der Preis für eine Leistung ergibt sich in diesem System aus der DRG in der sie einzuordnen ist und einem feststehenden Wert, mit dem sie multipliziert wird. Dieser sogenannte Basisfallwert ergibt sich aus der bisherigen Einnahmesituation der Krankenhäuser eines Bundeslandes und beträgt 2012 für die Bremer Kliniken 3.050 Euro.
Die Basisfallwerte der Häuser sollen allerdings immer weiter vereinheitlicht werden, so dass zu einem späteren Zeitpunkt bundesweit mit einem einheitlichen Basisfallwert gerechnet wird. Eine Operation des Kniegelenks kostet dann in Bremerhaven genau soviel wie in München.

"Zeit, Patientenrechte konsequenter auszubauen"
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