Arzneimittel
Im Jahr 2006 beträgt das Arzneimittelvolumen 495 Millionen Euro. Das ist eine deutliche Steigerung gegenüber 2005 in Höhe von mehr als 11,4 Prozent. Hauptursache dieser hohen Steigerung ist die vom Gesetzgeber beschlossene Rückführung des Rabatts der Pharmaunternehmen von 16 auf 6 Prozent (§ 130 a SGB V). Allein diese gesetzgeberische Maßnahme war Ursache einer zehnprozentigen Kostensteigerung im Jahr 2005.
Trotzdem versuchen in Hamburg die Kassenärztliche Vereinigung und die Kassenverbände gemeinsam, die Kostensteigerungen im Arzneimittelbereich in den Griff zu bekommen. Dabei werden auch weiter die Wirtschaftlichkeitsreserven ausgeschöpft.
- Es könnten mehr preiswerte Nachahmerprodukte (Generika) verordnet werden
- Es sollten weniger der teuren Me-Too-Präparate (Scheininnovationen ohne relevanten höheren therapeutischen Zusatznutzen) verordnet werden, statt dessen könnten preisgünstige Präparate derselben Wirkstoffklasse gewählt werden
- Die Zahl der Verordnungen pro Versicherten sind in Hamburg höher als in anderen Bundesländern
- Der Wert der Verordnungen ist in Hamburg höher als woanders
- Nicht-medikamentöse Maßnahmen könnten mehr gefördert werden
Die Krankenkassen in Hamburg haben mit der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg vereinbart, dass der Anstieg der Kosten für Arzneimittel gebremst werden soll, ohne die Versorgung zu verschlechtern. Um dieses Ziel zu erreichen, sind eine Reihe von Maßnahmen beschlossen worden. Einzelne dieser Maßnahmen können auch Sie betreffen, wenn Sie als Patient Arzneimittel zu Behandlung einer Erkrankung benötigen. So kann es sein, dass Ihr Arzt Ihnen eventuell andere Medikamente verordnet als bisher.
Hier finden Sie die gemeinsame Patienten-Info im pdf-Format.

Patientenrechte-Gesetz: Da geht noch viel mehr
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