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Entwicklung des stationären Sektors in Deutschland Zahlen und Fakten


Krankenhäuser sind Einrichtungen, die der Krankenhausbehandlung oder Geburtshilfe dienen, fachlich-medizinisch und unter ständiger ärztlicher Leistung stehen, über hinreichende diagnostische und therapeutische Möglichkeiten verfügen, nach wissenschaftlich anerkannten Methoden arbeiten und mit Hilfe von ärztlichem, Pflege-, Funktions- und medizinisch-technischem Personal darauf eingerichtet sind, Krankheiten von Patienten zu erkennen, zu heilen, ihre Verschlimmerung zu verhüten, Krankheitsbeschwerden zu lindern oder Geburtshilfe zu leisten. Eine Krankenhausbehandlung kann vollstationär, teilstationär, vor- und nachstationär sowie ambulant erbracht werden.

In Deutschland gab es 2010 insgesamt 2064 Krankenhäuser mit 502.749  Betten. Insgesamt wurden in diesem Zeitraum 18.032.903 Fälle stationär versorgt, die Verweildauer lag im Durchschnitt bei 7,9 Tagen. Die Bettenauslastung sank im Zeitraum von 1991 bis 2010 von 84,1 auf 77,4 Prozent.

Deutschland leistet sich im internationalen Vergleich 64 Akutbetten je 10.000 Einwohner. Der OECD – Schnitt liegt bei lediglich 39 Akutbetten je 10.000 Einwohner, nur Japan hat eine höhere strukturelle stationäre Ausstattung.




Nicht zuletzt durch technologische und methodische Innovationen ermöglicht der medizinische Fortschritt schonende Eingriffe, sodass dies auch Auswirkungen auf den stationären Aufenthalt eines Patienten hat und somit auf den zukünftigen Bettenbedarf eines Landes. Die Verkürzung der Verweildauer im Krankenhaus von 14 Tagen im Jahr 1991 auf 7,5 Tage in 2009 reflektiert diese Entwicklung und zeigt auf, dass Deutschland noch Kapazitätsreserven hat.

 

Verweildauer in Tagen 2009
Land              Tage
Deutschland 7,5
Frankreich 5,2
Italien 6,7
Japan 18,5
Spanien 6,4
Großbritannien 6,8
USA 5,4

(Quelle: OECD Health Data 2011)

Auch durch die Einführung des neuen Vergütungssystems der Fallpauschalen seit 2004 verstärkt sich diese Tendenz. Die Abschaffung der tagesgleichen Pflegesätze hat die Methodik der Vergütung von der Aufenthaltsdauer im Krankenhaus auf die Art der erbrachten Leistungen verlagert.  So nähert sich die Krankenhausverweildauer Deutschlands den anderen europäischen Ländern an.

Die Leistungsstruktur der Krankenhäuser wird auch in den nächsten Jahren dem ständigen Wandel unterliegen. Denn der medizinische Fortschritt macht es möglich, dass immer mehr Eingriffe, auch medizinisch komplizierte Leistungen, in entsprechenden Behandlungs- und Operationszentren ambulant durchgeführt werden. Außerdem wünschen die Patienten eine Verstärkung des Angebotes zum ambulanten Operieren im Krankenhaus.



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