Ärztliche Versorgung im Freistaat Sachsen
Die medizinische Versorgung der Versicherten der Ersatzkassen in Sachsen wird durch 5.700 Ärzte gewährleistet. Diese sind in eigener Niederlassung oder angestellt in einer Praxis bzw. den 114 Medizinischen Versorgungszentren tätig (Stand 1.10.2011).
Die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen ist Inhaberin des so genannten „Sicherstellungsauftrages“. Danach hat sie aufgrund der gesetzlichen Verpflichtung gemäß § 105 SGB V alle geeigneten oder sonstigen Maßnahmen zu ergreifen, um die Sicherstellung der vertragsärztlichen Versorgung der Bevölkerung zu gewährleisten, zu verbessern oder zu fördern.
Die Krankenkassen sind mittelbar an der Gewährleistung der medizinischen Versorgung beteiligt. Sie beraten in einem gemeinsamen Gremium mit der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen Maßnahmen zur Sicherstellung. Dieses Gremium – der Landesausschuss der Ärzte und Krankenkassen in Sachsen – analysiert regelmäßig die Versorgungssituation und stellt diese für jede einzelne Region (Planungsbereiche) und einzelne Facharztgruppe in Sachsen fest.
Seit 2011 wird die Prüfung der Versorgungssituation unter Bezugnahme auf die demografische Entwicklung der Bevölkerung in Sachsen vorgenommen. Diese wird mittels eines „Versorgungsgrades“, einem erforderlichen Arzt-/Einwohnerverhältnis für eine bestimmte Region, beschrieben:
Überversorgung
Versorgungsgrad: über 110 Prozent
Unterversorgung
Versorgungsgrad Hausärzte: kleiner 75 Prozent
Versorgungsgrad Fachärzte: kleiner 50 Prozent
Drohende Unterversorgung
Zukunftsszenario
Lokaler Versorgungsbedarf
Unterversorgung im Gebiet kleiner als Planungsbereich
Einen Überblick der ärztlichen Versorgungssituation bieten Ihnen folgende Grafiken:
Weitere Einzelheiten zu den Aktivitäten des Landesausschusses Ärzte und Krankenkassen finden Sie auf der Homepage der KV Sachsen (www.kvs-sachsen.de).
Nach wie vor setzen sich alle mit der ärztlichen Versorgung befassten Organisationen mit dem Phänomen des so genannten „ drohenden Ärztemangels“ auseinander. Es wird davon ausgegangen, dass sich in den kommenden Jahren eine Nachbesetzung frei werdender Arztsitze im ländlichen Raum zunehmend schwieriger gestaltet. Hier spielen insbesondere der fehlende Nachwuchs für Hausärzte sowie die vermeintliche Unattraktivität bestimmter Regionen in Sachsen eine Rolle.
Um den absehbaren Auswirkungen dieser Entwicklung zu begegnen, wurde im November 2009 das Netzwerk Ärzte für Sachsen gegründet, welches die zahlreichen Aktivitäten der Landesärztekammer, der Kassenärztlichen Vereinigung, der Kassenverbände, der Krankenhausgesellschaft, der Kommunen und Landkreise in Sachsen koordiniert. Hauptaufgabe des Netzwerkes „Ärzte für Sachsen“ ist die Gewinnung und Förderung des ärztlichen Nachwuchses. Weitere Einzelheiten zu den Aktivitäten des Netzwerkes erfahren Sie auf der Homepage:
Weitere Fördermaßnahmen zur Weiterbildung in der Allgemeinmedizin und anderen Fachgebieten finden Sie auf der Homepage der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen
(Link).
Programm zur Förderung von Medizinstudenten
Die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen, die Krankenkassen in Sachsen und das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz haben ein Programm zur Förderung von Medizinstudenten entwickelt. Weitere Informationen finden Sie hier ...
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