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Chronische Krankheiten

 

Den gesetzlichen Krankenkassen wurde die Möglichkeit eröffnet, Disease-Management-Programme (DMP) anzubieten. Diese Programme zielen auf die optimale Behandlung der nachfolgend aufgeführten chronischen Krankheiten. Damit Sie als Ersatzkassenversicherter an diesen strukturierten Behandlungsprogrammen teilnehmen können, müssen Sie Ihre Teilnahmebereitschaft erklären. Falls Sie sich für eines dieser Programme interessieren und Sie Fragen dazu haben, wenden Sie sich bitte an Ihre Krankenkasse.

Brustkrebs
Die Ersatzkassen haben mit der Krankenhausgesellschaft Sachsen-Anhalt einen Rahmenvertrag DMP Brustgeschlossen geschlossen, die das Zusammenwirken der Ärzte des ambulanten und stationären Sektors regelt. Dabei erfolgt die Koordination der strukturierten Behandlung durch die niedergelassen und die stationär tätigen Fachärzte für Gynäkologie sowie Fachärzte für Innere Medizin und Hämatologie und Onkologie. Zu der Koordination der Behandlung gehört auch die der Nachsorge oder die Herstellung des Kontaktes zu Selbsthilfegruppen.

An diesem DMP nehmen zurzeit 139 niedergelassenen Fachärzte und 16 Krankenhäuser teil.

Möchten Sie sich ebenfalls an diesem Programm beteiligen und wissen, welcher Arzt/Krankenhaus in Ihrer Umgebung bereits an diesem Programm teilnimmt oder benötigen Sie weitere Informationen zu teilnehmenden Ärzten/Krankenhäuser in Ihrer Umgebung, so ist Ihnen Ihre Krankenkasse gern behilflich.

Die notwendigen Formulare für Ihre Einschreibung in dieses Programm erhalten Sie von Ihrer Krankenkasse oder Ihrem Arzt/Krankenhaus.

Diabetes mellitus Typ 1 und Typ 2
Gemeinsam mit der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen-Anhalt haben die Ersatzkassen die Grundlagen für die DMP Diabetes mellitus Typ 1 und Typ 2 geschaffen. Bei diesen Programmen steht ebenfalls die Koordination der Behandlungs- und Schulungsmaßnahmen im Vordergrund. Durch diese Programme steht Ihnen als Patient eine auf der Grundlage des medizinischen Standards abgestimmte Behandlung zur Verfügung. Dies beinhaltet neben der Behandlung verschiedene Schulungsmaßnahmen und zum Beispiel augenärztliche Kontrolluntersuchungen oder die Behandlung des diabetischen Hochriskofusses. Für die Koordination sind die hausärztlich tätigen Vertragsärzte zuständig. Sollten Sie sich noch nicht in dieses Programm eingeschrieben haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Hausarzt oder Ihre Krankenkasse.

Koronare Herzkrankeit
Neben dem Vertrag für die strukturierte Behandlung der an Diabetes erkrankten Versicherten schlossen die Ersatzkassen mit der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen-Anhalt auch einen Vertrag über die Behandlung der Versicherten mit einer koronaren Herzkrankheit. Zur Einbeziehung des stationären Sektors wurde parallel dazu ein Vertrag mit der Krankenhausgesellschaft geschlossen. Zur Unterstützung der Behandlung enthält das Programm verschiedene Schulungsangebote, wie z. B. die Hypertonie- oder Insulinschulung, die entsprechend Ihres Krankheitsbildes durchgeführt werden. Die Koordination der Behandlung führen die Vertragsärzte, die an der hausärztlichen Versorgung teilnehmen, durch. Sollten Sie noch nicht in dieses Programm eingeschrieben sein, wenden Sie sich bitte an Ihren Hausarzt oder Ihre zuständige Krankenkasse.

Asthma/COPD
Seit dem 01.10.2006 sichern die Ersatzkassenverbände und die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt eine qualitätsgeprüfte medizinische Langzeit-Versorgung für Asthma- und Lungenkranke in Sachsen-Anhalt.
Fundament der qualitätsgesicherten Behandlung bilden die Hausärzte, die mit pneumologisch qualifizierten Fachärzten und Schwerpunktpraxen sowie spezialisierten Krankenhäusern und Rehabilitationseinrichtungen vernetzt sind. Sie koordinieren den oft sektorenübergreifenden Heilungsverlauf, vermitteln Schulungen und Therapeuten. Eine rechtzeitige Behandlung kann helfen, die hohe Zahl schwerer Spätfolgen zu mindern und das Leben zu verlängern. Durch eine frühzeitige Diagnostik und die Abstimmung aller Versorgungssektoren, eine qualitfizierte Schulung und Betreuung der Patienten sowie eine individualisierte Therapie, sind die Risiken deutlich zu senken. Im Hintergrund steht eine sorgfältige Dokumentation für klare Erkenntnisse über Behandlungsverläufe und -erfolge.
Sollten Sie noch nicht in dieses Programm eingeschrieben sein, wenden Sie sich bitte an Ihren Hausarzt oder Ihre zuständige Krankenkasse.

 

 


Das GKV-Versorgungsgesetz in der Diskussion

 

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