Qualitätssicherung in der Pflege
Zertifizierung der Pflegequalität
Die Thüringer Landesverbände der Pflegekassen haben in einem Katalog die Mindestanforderungen an die Pflegequalität
in Pflegeeinrichtungen formuliert. Neutrale Prüfunternehmen können auf dieser Grundlage Zertifizierungen durchführen.
Erfüllt eine Pflegeeinrichtung die Qualitätskriterien, wird ein Prüfsiegel vergeben, das die Pflegeeinrichtung über
drei Jahre führen darf. Danach wird ein erneuter Nachweis zur Einhaltung der Anforderungen geführt.
Als neutrale Zertifizierungsunternehmen führen derzeit LGA InterCert Nürnberg, TÜV Thüringen und DQS Frankfurt/Main
Zertifizierungen durch. Zwischenzeitlich führen
25 stationäre/teilstationäre und
37 ambulante Einrichtungen (Stand: Februar 2008) ein solches Zertifikat.
Projekt "Pflegeprozess und Dokumentation"
Im Rahmen eines Thüringenweiten Projektes engagieren sich die Thüringer Pflegekassen gemeinsam mit der Fachhochschule Jena, den Trägervereinigungen der
Leistungserbringer sowie dem Medizinischen Dienst der Krankenversicherung Thüringen und mit Förderung durch das
Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit für qualitätsverbessernde Maßnahmen bei der Umsetzung des
Pflegeprozesses und dessen Dokumentation. Das Projekt steht unter dem Motto "Weniger Bürokratie - mehr Zeit für
Pflege" und ist auf zwei Jahre angelegt. Projektstart war der 1. April 2006.
Am Projekt arbeiten 333 ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen – also mehr als die Hälfte aller
Einrichtungen in Thüringen – aktiv mit.

Demografischer Wandel in Thüringen
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