Ein Jahr grün-rote Gesundheitspolitik in Baden-Württemberg

Gesundheit im Land auf einem guten Weg

Landespolitiker diskutierten auf Einladung der Krankenkassen im Stuttgarter GENO-Haus

Eine überwiegend positive Bilanz des ersten Jahres grün-roter Gesundheitspolitik zog Katrin Altpeter bei einer Podiumsdiskussion am Donnerstag im GENO-Haus in Stuttgart – „auch wenn wir nicht alles erreicht haben, was wir erreichen wollten“. Die Ministerin für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren Baden-Württemberg und die vier gesundheitspolitischen Sprecher der Landtagsfraktionen beschäftigten sich auf Einladung der B 52-Verbändekooperation Baden-Württemberg, bestehend aus den Krankenkassenverbänden BKK Landesverband Baden-Württemberg und Verband der Ersatzkassen (vdek), jeweils mit ihren Mitgliedskassen, sowie der IKK classic und der Knappschaft Regionaldirektion München, mit dem gesundheitspolitischen Dialog im Land, der Sicherstellung der hausärztlichen Versorgung sowie der Krankenhausfinanzierung.

Anton Haupenthal begrüßte für die B 52-Verbändekooperation die Gäste, insbesondere Sozialministerin Katrin Altpeter, deren Anwesenheit der Veranstalter sehr zu schätzen wisse. Er stellte bei dieser Gelegenheit die vielfältigen Aufgabengebiete der B 52-Verbändekooperation Baden-Württemberg vor. Hier konnten nachweislich ökonomische und gleichzeitig qualitative Verbesserungen für die Versicherten im Land erreicht werden. So beispielsweise bei den Pflegestützpunkten, den Gesundheitskonferenzen oder in der Selbsthilfe.

Um dem Ziel einer integrierten Gesundheitsversorgung der Baden-Württemberger Bürger näher zu kommen, müssten neue Wege beschritten werden, betonte Katrin Altpeter. Beispielhaft sei der sektorenübergreifende Landesbeirat, den Baden-Württemberg als erstes Bundesland eingeführt habe und der zu einer besseren Vernetzung der Leistungserbringer, der Kostenträger und der Kommunen beitrage. Auch mit der Neuausrichtung des Förderprogramms Landärzte und mit der Krankenhausfinanzierung sieht die Ministerin das Land auf einem guten Weg.

Erstaunliche Einmütigkeit über die weiteren Ziele in der Landesgesundheitspolitik und die Mittel und Wege, sie zu erreichen, herrschte bei der Diskussion zwischen Jochen Haussmann (FDP/DVP), Bärbl Mielich (Bündnis 90/Die Grünen), Stefan Teufel (CDU) und Florian Wahl (SPD). Gerade die Kommunalen Gesundheitskonferenzen, von der Vorgängerregierung angestoßen und unter Grün-Rot intensiv fortgeführt, erwiesen sich als probates Mittel, um eine passgenaue medizinische Versorgung der Regionen zu gewährleisten. Allerdings müsse das Land hierbei einen Handlungsrahmen vorgeben, damit die Finanzierbarkeit gewahrt bleibe. Schließlich ginge es hier nicht um ein Wunschkonzert, sondern um eine für alle Beteiligten realistische und finanzierbare  Gesundheitsversorgung im Land.

Um die künftig befürchteten Lücken in der hausärztlichen Versorgung auf dem Land zu schließen und die Attraktivität des Hausarztberufes zu stärken, wurden verschiedene Lösungsansätze diskutiert: die Einbindung der Pflegeberufe, die Überarbeitung der Curricula des ärztlichen Hochschulstudiums und die Einrichtung eines Lehrstuhles für Allgemeinmedizin. Gemeinden müssten sich dem Wettbewerb stellen, um Nachfolger für aufgegebene Praxen zu finden.

Dennoch – die ärztliche Versorgung in Baden-Württemberg ist nach wie vor gut, wie ein Faktenpapier darlegt, das die B 52-Verbändekooperation anlässlich der gesundheitspolitischen Veranstaltung erarbeitet hat. Monika Schulz von der B 52-Verbändekooperation mahnte deshalb in ihrem Resümee, die Überversorgung, die in vielen Gebieten herrsche, nicht aus den Augen zu verlieren.

Rund 200 Akteure des baden-württembergischen Gesundheitswesens haben an der gesundheitspolitischen Veranstaltung teilgenommen.


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