Mammographie-Screening in Baden-Württemberg

Mammographie-Screening in Baden-Württemberg

Alle Frauen im Alter zwischen 50 und 69 Jahren haben Anspruch auf die Vorsorgeuntersuchung  Mammographie-Screening. Diese Röntgenuntersuchung der Brust dient der rechtzeitigen Krankheitserkennung von Brustkrebs und somit der rechtzeitigen Einleitung der Behandlungsmaßnahmen, die die Überlebenschancen der Patientinnen mit Brustkrebs deutlich erhöhen. Somit wird versucht die Brustkrebssterblichkeit zu senken.

Nach Angaben des G-BA-Faltblatts, können fünf von 1000 Frauen, die an der Mammographie-Screening teilnehmen, zusätzlich binnen 20 Jahren bei zehnmaliger Untersuchung vor dem Brustkrebstod bewahrt werden.

Aus dem Evaluationsbericht der Kooperationsgemeinschaft Mammographie, die von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und dem GKV-Spitzenverband getragen wird, geht hervor, dass 19 Prozent der Brustkrebs-Tumoren im frühen Stadium durch die Mammographie entdeckt werden. Damit ist die Chance von Patientinnen mit Brustkrebs gestiegen, geheilt zu werden.

Die Vorsorgeuntersuchung kann alle zwei Jahre in Anspruch genommen werden und findet in zertifizierten Untersuchungszentren, den Screening-Einheiten, statt. Die ersten Screening-Einheiten in Baden-Württemberg starteten bereits zum 01. Dezember 2006 in der Region Stuttgart. Mittlerweile wird das Mammographie-Screening in Baden-Württemberg flächendeckend nach den Standards der europäischen Leitlinie gewährleistet.

Die Teilnahme an der Untersuchung ist für die anspruchsberechtigten Frauen freiwillig. Sie werden alle zwei Jahre von der Zentralen Stelle Mammographie-Screening mit Sitz in Baden-Baden schriftlich eingeladen.

Das Mammographie-Screening gilt zurzeit als eine der sichersten Methoden, Brustkrebs rechtzeitig zu erkennen. Bei diesem Verfahren werden die Röntgenaufnahmen der Brust angefertigt, die anschließend von zwei speziell geschulten Ärzten unabhängig voneinander beurteilt werden. Am Programm teilnehmende Ärzte müssen hohe Qualifikationsanforderungen erfüllen und regelmäßig an Fortbildungsmaßnahmen teilnehmen. Bei den auffälligen Befunden werden weitere Ärzte hinzugezogen, um eine möglichst genaue Auswertung zu gewährleisten. Aus diesem Grund erhält die Teilnehmerin den schriftlichen Befund nicht am gleichen Tag, an dem die Untersuchung stattgefunden hat, sondern in der Regel erst innerhalb von ein bis zwei Wochen nach der Untersuchung.
Diese Vorsorgeuntersuchung wird von den Ersatzkassen (sowie von allen anderen gesetzlichen Krankenkassen) getragen. Das Mammographie-Screening wurde im Jahr 2004 als Früherkennungsuntersuchung in den Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenversicherung aufgenommen und kann seitdem von allen anspruchberechtigten Frauen in Anspruch genommen werden.
Haben Sie zum Mammographie-Screening weitere Fragen oder möchten Sie Informationsmaterialien, zum Beispiel, über den genauen Ablauf der Untersuchung, anfordern, wenden Sie sich bitte an:
-    die Mammographie-Screening Hotline Baden-Württemberg: (07221) 9565-55

-    Ihre Ersatzkasse (Link zu den Mitgliedskassen)
oder informieren Sie sich auf den Internetseiten des Mammographie-Screening-Programms:
o     www.mammascreen-bw.de

o     www.ein-teil-von-mir.de

„Mammographie-Screening. Früherkennung von Brustkrebs. Was Sie darüber wissen sollten." Das ist der Titel einer neuen Broschüre, die der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums und die Kooperationsgemeinschaft Mammographie gemeinsam entwickelten und veröffentlicht haben. Übersichtlich und allgemeinverständlich werden dort die häufigsten Fragen zum Mammographie-Screening-Programm in Deutschland beantwortet. Die Broschüre im Download finden Sie hier: