Europäische Impfwoche

Masernfälle in Berlin immer noch zu hoch

„Jeder Fall ist einer zu viel“, erklärt Michael Domrös, Leiter der Landesvertretung Berlin/Brandenburg des Verbands der Ersatzkassen e. V. (vdek), anlässlich der europäischen Impfwoche vom 24. bis 30. April 2017. „37 Masernfälle in den ersten vier Monaten allein in Berlin – das muss nicht sein“, so Domrös, es handle sich schließlich nicht um eine harmlose Kinderkrankheit. Die hochansteckende Infektionskrankheit könne schwere, bleibende Folgen hinterlassen. Zwar liegt die Durchimpfungsrate in Berlin bei 92 Prozent. „Um die Masern aber auszurotten, brauchen wir eine Quote von 95 Prozent. Das ist erreichbar“, mahnt Domrös.

Bundesweit sind die Masern wieder auf dem Vormarsch. Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldete seit Januar bereits 400 Fälle, mehr als im gesamten Jahr 2016 mit insgesamt 325 Fällen. „Impfungen sind ein wichtiger Schutz gegen übertragbare Krankheiten. Wer nicht geimpft ist, gefährdet nicht nur seine eigene Gesundheit, sondern auch die seiner Mitmenschen, vor allem die von Kindern“, sagt Domrös. Auch in Bezug auf andere Infektionskrankheiten appelliert der vdek-Landesleiter: „Überprüfen Sie Ihren Impfstatus, holen Sie fehlende Impfungen nach.“

Unter dem Motto „Impfungen wirken – Impfungen schützen in jeder Lebensphase“ findet derzeit die europäische Impfwoche statt. Zum 12. Mal ruft die Weltgesundheitsorganisation WHO dazu auf, das allgemeine Bewusstsein für die Bedeutung der vollständigen Immunisierung während des gesamten Lebens zu wecken.

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Robert Deg
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