Gesundheitsförderung bei Arbeitslosen: Verzahnung von Arbeits- und Gesundheitsförderung im Landkreis Märkisch-Oderland

Krankenkassen, Jobcenter, Gesundheitsamt und freie Träger arbeiten zusammen, um die Gesundheit arbeitsloser Menschen in den Regionen zu stärken

Das Jobcenter Märkisch-Oderland und die gesetzlichen Krankenkassen aus der Region nehmen am bundesweiten „Modellprojekt zur Verzahnung von Arbeits- und Gesundheitsförderung“ teil. Mit der Koordination des Modellprojekts wurde von Seiten der gesetzlichen Krankenkassen der Träger Gesundheit Berlin-Brandenburg e. V., Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung beauftragt.

Gemeinsam mit dem Gesundheitsamt im Landkreis Märkisch-Oderland und dem Verein zur Förderung von Beschäftigung und Qualifizierung in Bad Freienwalde bauen die Partner ein Netzwerk zur Gesundheitsförderung bei arbeitslosen Menschen in der Region auf. Ziel ist es, arbeitslose Menschen in ihrer Gesundheit zu stärken und damit auch die Chancen auf den Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt zu erhöhen. Denn: Anhaltende Arbeitslosigkeit kann zu einem gesundheitlichen Risiko werden. Bei vielen Betroffenen fallen die Tagesstrukturen weg, sie verlieren soziale Kontakte und damit oft auch das eigene Selbstwertgefühl.

Nach einem ersten gemeinsamen Treffen im August verständigten sich die Partner darauf, in der Region bedarfsgerechte Gesundheitsangebote mit und für Erwerbslose in Kooperation mit weiteren kommunalen und regionalen Trägern auszubauen und Erwerbslosen die Zugänge zu den bestehenden Angeboten, speziell der Krankenkassen, zu erleichtern. Das Jobcenter Märkisch-Oderland wird dabei im Rahmen seiner Beratungs- und Vermittlungsdienstleistungen Erwerbslose für die Angebote in ihrem Umfeld sensibilisieren und zur freiwilligen Teilnahme motivieren. Darüber hinaus nutzt das Jobcenter Märkisch-Oderland spezielle Instrumente der Arbeitsförderung. In diesem Rahmen konnten bereits im September erste Angebote in Bad Freienwalde starten.

Hintergrund:

Die verstärkte Zusammenarbeit von Krankenkassen und Kommunen im Rahmen nachhaltiger Strukturen geschieht im Zuge der Umsetzung des Präventionsgesetzes, das am 25.07.2015 in Kraft getreten ist. Es setzt einen besonderen Schwerpunkt auf Präventions- und Gesundheitsförderung in Lebenswelten. Gesetzliche Krankenkassen und ihre Kooperationspartner sollen gemeinsam noch stärker als bisher mit Präventions- und Gesundheitsförderungsmaßnahmen auf Menschen in bestimmten Lebenslagen zugehen. Dazu werden zum einen nachhaltige kommunale Strukturen zur Prävention und Gesundheitsförderung in den Lebenswelten auf- und ausgebaut. Zum anderen werden kassenübergreifende Projekte entwickelt und umgesetzt. Der Name GKV-Bündnis für Gesundheit bündelt alle Projekte und Maßnahmen zur Umsetzung dieser Ziele.

Ein Kernziel ist es, die Auswirkungen sozialer Benachteiligung auf die Gesundheit zu mildern. Es werden niedrigschwellige Zugangswege zu den Menschen genutzt und kassenübergreifende Angebote entwickelt und umgesetzt. Eine erste sichtbare Maßnahme dabei ist das gemeinsame Projekt „Verzahnung von Arbeits- und Gesundheitsförderung“.

 

Über das GKV-Bündnis für Gesundheit:

Das GKV-Bündnis für Gesundheit ist eine gemeinsame Initiative der gesetzlichen Krankenkassen zur Weiterentwicklung und Umsetzung von Gesundheitsförderung und Prävention in Lebenswelten. Das Bündnis fördert dabei u. a. Strukturaufbau und Vernetzungsprozesse, die Entwicklung und Erprobung gesundheitsfördernder Konzepte, insbesondere für sozial und gesundheitlich benachteiligte Zielgruppen, sowie Maßnahmen zur Qualitätssicherung und wissenschaftlichen Evaluation. Der GKV-Spitzenverband hat gemäß § 20a Abs. 3 und 4 SGB V die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung damit beauftragt, die Aufgaben des GKV-Bündnisses für Gesundheit mit Mitteln der Krankenkassen umzusetzen.

Kontakt


Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek)
Landesvertretung Berlin/Brandenburg

Susanne Roßbach

Pressesprecherin

Tel.: 0 30 / 25 37 74 - 16

E-Mail: susanne.rossbach@vdek.com