Neues Versorgungsprogramm "RESISTenzvermeidung durch adäquaten Antibiotikaeinsatz bei akuten Atemwegsinfektionen" startet in Brandenburger Arztpraxen

Der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) hat gemeinsam mit der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) das Versorgungsprogramm RESIST entwickelt. Seit dem 1. Juli 2017 können sich Ersatzkassen-Versicherte in Brandenburg mit Verdacht auf einen Atemwegsinfekt im Rahmen des Versorgungsprogramms RESIST von einem Haus-, Kinder-, HNO-Arzt oder einem Facharzt für Innere Medizin speziell beraten lassen.

„Atemwegserkrankungen werden immer noch zu oft mit Antibiotika therapiert. Mit dem RESIST-Programm wollen wir Ärzte und Patienten dafür sensibilisieren, dass bei Atemwegserkrankungen, die zu 90 Prozent von Viren ausgelöst werden, Antibiotika oft wirkungslos sind“, so Michael Domrös, Leiter der Landesvertretung Berlin/Brandenburg. „Wir freuen uns, mit dem Programm die Qualität in der Versorgung in Brandenburg verbessern zu können.“

Um das Konzept in den Praxisalltag zu integrieren, haben bislang rund 100 Ärzte in Brandenburg ein spezielles Online-Schulungsprogramm abgeschlossen. Zum Start der Atemwegssaison im Herbst werden etwa 230 Ärzte die Beratung anbieten.

Das bundesweite Projekt, das bis zum 30. Juni 2019 läuft, wird durch den Innovationsfonds gefördert. Im Anschluss daran wird entschieden, ob das Projekt in die Regelversorgung übernommen wird.

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Robert Deg
Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek)
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