Selbsthilfeförderung im Land Brandenburg: Transparenzbericht gibt detaillierte Auskunft über Verbleib der Fördermittel

Insgesamt haben die gesetzliche Krankenkassen im Rahmen der kassenartenübergreifenden Gemeinschaftsförderung im laufenden Jahr die Selbsthilfeinstitutionen im Land Brandenburg mit 639.506,60 Euro gefördert. Das ist gegenüber dem Vorjahr ein Zuwachs von mehr als 26.000 Euro bzw. 4,3 Prozent! Damit würdigen die gesetzlichen Krankenkassen die wichtige Arbeit und das Engagement.

Von der Gesamtfördersumme erhielten 20 Landesorganisationen insgesamt 196.000 Euro, 21 Selbsthilfekontaktstellen wurden mit insgesamt 208.000 Euro gefördert und an 714 Brandenburger Selbsthilfegruppen flossen insgesamt 235.497,55 Euro.

„Allein die Fördersumme der Ersatzkassen ist von 2014 mit ca. 290.000 Euro in 2015 auf rund 302.000 Euro gestiegen“, so Michael Domrös, Leiter der Landesvertretung Berlin/Brandenburg des Ersatzkassenverbandes e. V. – vdek.

Der vdek, der damit wiederum den größten Anteil an den insgesamt fast 640.000 Euro der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zur Verfügung stellt, ist federführend zuständig für die Antragsbearbeitung der Selbsthilfegruppen und damit für die Förderebene mit dem größten Antragsvolumen. Auf die Brandenburger Selbsthilfegruppen entfallen fast 37 Prozent der Gesamtfördermittel.

Grundlage der Förderung ist das Fünfte Sozialgesetzbuch (SGB V) – ein individueller Rechtsanspruch auf Förderung besteht jedoch nicht. Das Antragsverfahren ist transparent – Vertreter der Selbsthilfeinstitutionen aller Förderebenen sind in die Fragen der Förderfähigkeit und Mittelvergabe eingebunden.

Mit dem Präventionsgesetz wird die Selbsthilfe ab 2016 weiter gestärkt. Die von den gesetzlichen Krankenkassen zur Verfügung zu stellenden Finanzmittel werden deutlich angehoben. Die Mittelerhöhung darf aber nicht zur weiteren Entlastung der öffentlichen Hand führen.

Selbsthilfeförderung bleibt eine Gemeinschaftsaufgabe aller Sozialversicherungsträger, der öffentlichen Hand und der Privaten Krankenversicherung (PKV), deren Mitglieder ebenfalls die GKV-finanzierten Angebote der Selbsthilfe in Anspruch nehmen. Nur gemeinsam ist – oft ehrenamtliches - Engagement zum Wohle der Gesellschaft dauerhaft möglich.

Die genaue Aufteilung und Übersicht der verausgabten Fördermittel für das Jahr 2015 ist im Transparenzbericht auf unserer Homepage unter

http://www.vdek.com/LVen/BERBRA/Vertragspartner/Selbsthilfe_/Brandenburg.html

zu finden.

Kontakt

Robert Deg
Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek)
Landesvertretung Berlin/Brandenburg

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