Ärzte Brandenburg

Ärzte und Psychotherapeuten

Eine Ärztin im Gespräch mit einem Patienten

Nach Angaben der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) beträgt die Anzahl aller niedergelassenen Vertragsärzte und Psychotherapeuten im Land Brandenburg rund 3.860 (Stand: 31.12.2009). 

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Internetseite der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg.

www.kvbb.de 

Impfstoffe

Für die Grippeimpfsaison 2013/2014 werden sich die Ersatzkassen im Land Brandenburg an den Verhandlungen mit dem Brandenburger Apotheker-Verband beteiligen. Hierfür haben beide Vertragsparteien eine Absichtserklärung unterzeichnet.

Honorare

Am 1. Januar 2009 ist die Honorarreform Ärzte in Kraft getreten. Ziele der Reform:

  • Schaffung einer Gebührenordnung mit festen Preisen
  • Übertragung des Morbiditätsrisikos auf die Krankenkassen
  • Größere Verteilungsgerechtigkeit zwischen  den einzelnen Bundesländern und den einzelnen Arztgruppen
  • Gleichbehandlung der gesetzlichen Krankenkassen bei der Finanzierung der ärztlichen Leistungen

Bisher orientierten sich die Honorarerhöhungen für den budgetierten Teil der Vergütung ausschließlich an der gesetzlich definierten Grundlohnsummenentwicklung. Haben die Patienten dagegen verstärkt Leistungen in den Arztpraxen in Anspruch genommen, sind diese Mehrleistungen in Summe den Ärzten nicht vergütet worden.

Jetzt werden die Erkrankungen (Morbidität) jedes behandelten Versicherten berücksichtigt.

So zahlt die Krankenkasse mehr Geld an den niedergelassenen Arzt, wenn der Versicherte gemäß seiner individuellen Erkrankungen vermehrt Leistungen beispielsweise beim Hausarzt in Anspruch nimmt.

Anders ausgedrückt: Das Geld folgt der Leistung!

Disease-Management-Programme

Disease-Management-Programme (DMP) basieren auf dem Grundgedanken, dass eine kontinuierliche, qualitätsgesicherte, strukturierte Versorgung der Patienten auf der Basis des besten verfügbaren Wissens dazu führt, dass Komplikationen und Folgeerkrankungen chronischer Krankheiten vermieden oder in dem Zeitpunkt ihres Auftretens zumindest verzögert werden.

Der Gesetzgeber hat DMP gesetzlich verankert in § 137 f Sozialgesetzbuch V (SGB V) als „Strukturierte Behandlungsprogramme“. Damit wurde dem Umstand Rechnung getragen, dass chronische Krankheiten im Versorgungsgeschehen eine immer größere Bedeutung erlangen. Umgangssprachlich wird zuweilen auch von „Chronikerprogrammen“ gesprochen.

DMP sollen insbesondere durch die Erfüllung der folgenden Bedingungen die Behandlung von Patienten mit chronischen Krankheiten verbessern:

Berücksichtigung der bestverfügbaren Evidenz und damit anerkannter, hoher Standards in der Behandlung; eine aktive Mitarbeit der Patienten und Patientinnen (Compliance) durch die Wahrnehmung von regelmäßigen Kontrolluntersuchungen, grundsätzlich auch durch die Teilnahme an Schulungen (zum Beispiel für Diabetiker in Bezug auf die Ernährung), eine gute Kooperation zwischen Haus- und Facharzt, Schwerpunktpraxen sowie stationären Einrichtungen.

In Brandenburg werden Patientinnen und Patienten DMP zu den sechs folgenden Indikationen angeboten:

Brustkrebs

Diabetes mellitus Typ 1

Diabetes mellitus Typ 2

Koronare Herzkrankheit (KHK)

Asthma bronchiale

Chronisch-obstruktive Lungenerkrankungen (COPD)

 

Die DMP sind seit ihrer Einführung im Jahr 2003 inhaltlich weiterentwickelt und in ihren Abläufen vereinfacht worden. Immer mehr Ärzte nehmen nicht nur an einem, sondern an mehreren internistischen DMP teil. Ein Praxismanual trägt dieser Entwicklung Rechnung. Das Praxismanual soll teilnehmende Ärzten als Arbeitshilfe dienen. Es ist indikationsübergreifend angelegt und enthält grundlegende Dokumente zu allen DMP mit Ausnahme des DMP Brustkrebs: