„Erfolgsprojekt HaLT – Hart am Limit“ wird fortgesetzt

Die Krankenkassenverbände, die Ersatzkassen und das Ministerium für Soziales und Integration in Hessen setzen zum vierten Mal in Folge das Projekt „HaLT – Hart am Limit“ fort. Die Rahmenvereinbarung wird mit Wirkung ab dem 01.01.2018 um ein weiteres Jahr verlängert, nachdem die ersten drei Projektphasen zwischen 2011 und 2017 bereits sehr erfolgreich verlaufen sind.

„Im Kampf gegen Alkoholmissbrauch von Jugendlichen leistet HaLT eine wichtige Arbeit, sowohl bei der nachhaltigen Alkoholprävention als auch bei der stationären Betreuung von Kindern und Jugendlichen mit einer Alkoholvergiftung. Das Projekt setzt damit an den relevanten Stellen an“, so Claudia Ackermann, Leiterin der vdek-Landesvertretung Hessen.

Im Rahmen des Projektes HaLT sprechen Fachkräfte noch während des Krankenhausaufenthaltes mit den Jugendlichen über Motive und Folgen des Alkoholkonsums sowie über die persönliche Verantwortung der Betroffenen. Auch der zukünftige Umgang mit Alkohol ist ein Thema. Da Eltern einen großen Einfluss auf Einstellung und Verhalten ihrer Kinder haben, werden sie in die Maßnahmen eingebunden. Danach wird entschieden, ob ein weiteres Gespräch mit dem Betroffenen die Intervention abschließt, oder ob weitere Angebote notwendig sind.

Das Angebot gibt es in 19 hessischen Kreisen und wird von den Krankenkassen im Land gefördert. Die Koordination sowie die Aus- und Weiterbildung der Fachkräfte aus den Suchtberatungsstellen übernimmt die Hessische Landesstelle für Suchtfragen (HLS).

2016 wurden 1.380 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung in hessische Krankenhäusern eingeliefert. Im Vergleich zum Vorjahr ist das eine Steigerung um 7,1 Prozent. Die meisten der Betroffenen waren zwischen 15 und 20 Jahre alt und männlich. Von den 167 betroffenen Kindern im Alter zwischen 10 und 15 Jahren waren jedoch zwei Drittel Mädchen. Bundesweit wurden im vergangenen Jahr 22.309 Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 20 Jahren mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus gebracht; das entspricht einem Anstieg um 1,8 Prozent im Vergleich zu 2015.

Kontakt

Meinhard Johannides und
Saskia Powell
Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek)
Landesvertretung Hessen

Tel.: 0 69 / 96 21 68 - 20
E-Mail: meinhard.johannides@vdek.com