Starkes Engagement für Leitbilder und Werte – Die meisten Selbstverwalter verbinden Beruf und Ehrenamt

Der überwiegende Teil der Selbstverwalter der gesetzlichen Krankenkassen steht mit beiden Beinen im Berufsleben und ist nicht im Ruhestand, auch wenn das häufig anders wahrgenommen wird. Laut einer Studie der Ersatzkassen zur ehrenamtlichen Arbeit der gewählten Vertreter in den Sozialparlamenten sind 62 Prozent der befragten Selbstverwalter berufstätig, 56 Prozent davon in Vollzeit. 36 Prozent sind im Vorruhestand oder im Ruhestand, waren aber zuvor durchweg berufstätig.

Häufig wird das Ehrenamt über mehrere Wahlperioden ausgeübt. Rund 73 Prozent der Befragten sind seit zwei oder mehr Wahlperioden in der Selbstverwaltung tätig. Seit der letzten Sozialwahl 2017 wird die Selbstverwaltung jünger und weiblicher. 28 Prozent der gewählten Vertreter sind in ihrer ersten Wahlperiode für die Ersatzkassen in den Sozialparlamenten tätig,  42 Prozent davon sind weiblich und 38 Prozent jünger als 50 Jahre alt.

Durchschnittlich drei Tage im Monat wenden die Selbstverwalter für ihre ehrenamtliche Tätigkeit auf. Bei den Berufstätigen sind es durchschnittlich 17 Stunden, bei den Ruheständlern 33 Stunden. Je länger sie ihr Ehrenamt ausüben, desto mehr Zeit investieren die Selbstverwalter. Sind es in der ersten Wahlperiode durchschnittlich noch 12 Stunden pro Monat, steigt der Zeiteinsatz in der zweiten bis vierten Wahlperiode bereits auf 23 Stunden, ab der fünften sogar auf durchschnittlich 38 Stunden pro Monat.

„Die ehrenamtlichen Selbstverwalter leisten eine immens wichtige Arbeit, denn zu ihren Aufgaben gehört nicht nur die Beratung von Versicherten, vielmehr gestalten sie die sozialen Systeme aktiv zum Wohle der Versicherten mit. Das kann nicht hoch genug gewürdigt werden“, so Claudia Ackermann, Leiterin der vdek-Landesvertretung Hessen.

Die Befragten selbst sehen einen Aufgabenschwerpunkt in der Einzelfallberatung (64 Prozent), wollen eine qualitativ hochwertige Versorgung ermöglichen (62 Prozent) und streben danach, die sozialen Systeme zu sichern und weiter zu entwickeln (58 Prozent).

Bei der Sozialwahl in Hessen hatten im vergangenen Jahr 30,6 Prozent der insgesamt 4,2 Millionen Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Weil die Sozialwahl Lebensbereiche tangiert, die jeden Bürger betreffen, wäre eine noch höhere Wahlbeteiligung wünschenswert. Um das zu erleichtern, votiert der vdek bereits seit langem  für eine Online-Stimmabgabe.

Kontakt

Heike Kronenberg und
Saskia Powell
Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek)
Landesvertretung Hessen

Tel.: 0 69 / 96 21 68 - 20
E-Mail: Heike.kronenberg@vdek.com