Förderung für ambulante Sterbebegleitung erreicht erstmals die Millionengrenze

Fünfzehn Hospizdienste aus Mecklenburg – Vorpommern erhalten jetzt im Rahmen der Förderung der ambulanten Sterbebegleitung für das Jahr 2015 einen Förderbetrag von insgesamt fast 1,1 Millionen Euro.

„Dieser deutliche Sprung von 40 Prozent auf den Förderbeitrag des Vorjahres (2014) resultiert vor allem daraus, dass wir jetzt auch Sachkosten für die Ehrenamtlichen bezahlen können“, so vdek-Landeschefin Kirsten Jüttner. „Insgesamt übernehmen damit die Krankenkassen einen wesentlichen Teil aller notwendigen Kosten für eine bis zuletzt würdevolle Betreuung sterbender Menschen und der ihnen nahe Stehenden durch ausgebildete Fachkräfte und Ehrenamtliche.“

Zu den Sachkosten gehören zum Beispiel Fahrkosten der ehrenamtlichen Helfer, Betriebskosten eines PKW eines Hospizdienstes, die Kosten für die Personal- und Lohnbuchhaltung, Mieten, Energie- und Reinigungskosten, Büromaterial, Büromöbel, Druckkosten oder diverse Versicherungen (Haftpflichtversicherung, Dienstreiseversicherung).

Im Jahr 2015 haben die geförderten ambulanten Hospizdienste in Mecklenburg-Vorpommern mit insgesamt 581 ehrenamtlich Tätigen 731 Sterbebegleitungen in Haushalten und Familien erbracht. Im Vergleich zu den Vorjahren ist ein stetiger Anstieg der Sterbebegleitungen und des Fördervolumens zu verzeichnen. Das macht deutlich, wie wichtig immer noch der weitere Auf- und Ausbau einer flächendeckenden ambulanten Hospizversorgung, also einer häuslichen Sterbebegleitung, ist.

Nach wie vor sterben viele Menschen im Krankenhaus. Das heißt, schwer kranke Menschen müssen in ihren letzten Lebenstagen auf das gewohnte soziale Umfeld verzichten.

Ziel der ambulanten Hospizarbeit ist es, die Lebensqualität sterbender Menschen zu verbessern. Im Vordergrund der Arbeit steht die ambulante Betreuung im eigenen Haushalt oder in der Familie, um so ein möglichst würdevolles und selbst bestimmtes Leben bis zum Ende zu ermöglichen. Die Wünsche und Bedürfnisse der sterbenden Menschen und ihrer Angehörigen stehen im Zentrum der Hospizarbeit. Wesentlicher Bestandteil ist hierbei auch das Engagement der ehrenamtlich tätigen Hospizhelfer.

Kontakt

Dr. Bernd Grübler
Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek)
Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern

Tel.: 0385 / 52 16 - 105
E-Mail: bernd.gruebler@vdek.com