Das Präventionsgesetz: Was lange währt wird endlich gut?

Report ersatzkasse. Dezember

Die Dezember-Ausgabe von ersatzkasse report. beschäftigt sich mit dem Präventionsgesetz. Dessen Geschichte ist lang. Immer wieder gab es dafür Anläufe, immer wieder verschwanden Entwürfe in den Schubladen der politischen Mandatsträger oder Regierungsverantwortlichen, wurde es opportunistisch Opfer anderer, vermeintlich wichtigerer Vereinbarungen und Absprachen. Seitdem das Bundesgesetz verabschiedet ist, gestaltete sich die Umsetzung in den Ländern nicht ganz einfach. In Mecklenburg-Vorpommern wurde die Umsetzung seit Herbst 2015 intensiv diskutiert und konkret vorangetrieben. Ein Element ist die so genannte Landesrahmenvereinbarung Prävention. Sie wird im Januar nächsten Jahres unterschrieben; dann unter der Ägide des neu gewählten Gesundheitsministers Harry Glawe. Die Vertragspartner sind sich einig, dass diese Vereinbarung für alle verbindliche Regeln aufstellt, wie gesundheitsfördernde Projekte zukünftig gestaltet werden können.

Aus Sicht der Ersatzkassen ist es ganz wichtig, dass das finanzielle Engagement der Krankenkassen nicht mit einer Reduktion des Engagements der übrigen Beteiligten insbesondere der öffentlichen Hand und auch anderer verantwortlicher Akteure einhergehen darf.

Weitere Themen im Report:

Arbeit der Enquetekommission „Älter werden in Mecklenburg-Vorpommern“:

In einer älter werdenden Gesellschaft rückt das Thema Pflege besonders in den Fokus. Pflegebedürftigen und kranken Menschen möglichst lange eine gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen, stellt besondere Anforderungen an die Infrastruktur- und Daseinsvorsorgeleistungen. Wichtige Faktoren sind der Wunsch der meisten Menschen nach möglichst langer Selbstständigkeit. Ein systematisches Case- und Care- Management, Ausbau der Leistungen der Pflegestützpunkte, Gewinnung und Anerkennung von Fachkräften auch aus dem Ausland, Prävention und eigenverantwortliche Gesundheitsvorsorge im Sinne einer sorgenden Gemeinschaft sollen nach Empfehlung der Enquete-Kommission Schwerpunkte der Landes- und Regionalplanung sein.

Selbstverwaltung aktiv:

Am 3.11.2016 trafen sich erstmalig Selbstverwalter der Ersatzkassen mit hauptamtlichen Verbandsmitarbeitern in den Räumen der vdek-Landesvertretung Berlin/Brandenburg. Ziel ihres Besuches war es, sich über die gesundheits- und versorgungspolitische Situation in ihren drei Ländern zu informieren, aktuelle Herausforderungen zu diskutieren und die Arbeitsweise in den Landesvertretungen näher kennenzulernen.

Organspenden in Mecklenburg-Vorpommern:

Im nordöstlichsten Bundesland ist die Bereitschaft zur Organspende besonders ausgeprägt; deutlich höher als in den übrigen Bundesländern. Nach Angaben der Deutschen Stiftung für Organtransplantation (DSO) kommen in Mecklenburg-Vorpommern mit 16,8 Spendern auf eine Million Einwohner fast doppelt so viel wie im Bundesdurchschnitt (8,8 Spender). Im letzten Jahr war Mecklenburg-Vorpommern mit 19,4 Organspendern je eine Million Einwohner sogar Spitzenreiter.

(Link zur Internetseite:

www.vdek.com/LVen/MVP/Presse/ersatzkasse_report.html).

Kontakt

Dr. Bernd Grübler
Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek)
Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern

Tel.: 0385 / 52 16 - 105
E-Mail: bernd.gruebler@vdek.com