Arzneimittelausgaben: Qualität geht vor!

Die Mai-Ausgabe von ersatzkasse report. setzt den Fokus auf die immens hohen Pro-Kopf-Ausgaben an Arzneimitteln in Mecklenburg-Vorpommern. Nach einer Analyse der Ist-Situation werden die Bemühungen von Ärzten und Krankenkassen beschrieben, den sogenannten Medikationskatalog der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) im Land umzusetzen. Dieser beschreibt für viele einzelne Indikationen zugelassene Wirkstoffe, die verordnet werden sollten. Der Einstufung liegen evidenzbasierte Bewertungen zu Grunde. Berücksichtigt wurden auch relevante Behandlungsleitlinien von Fachgesellschaften, Beschlüsse des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), Therapiehinweise, Empfehlungen aus den Disease Management Programmen (DMP) sowie weitere wissenschaftliche Studien. Eingeteilt werden die Empfehlungen in drei Stufen: für eine Standard- oder Reservetherapie und eine Gruppe von Wirkstoffen, die nachrangig verordnet werden sollte.

Im Zusammenhang mit den Vielfachverordnungen gerade für ältere Patienten erklärt die Leiterin der vdek-Landesvertretung, Kirsten Jüttner: „Bei vielen Menschen wissen wir, dass sie täglich fünf oder mehr Medikamente einnehmen, die sich in ihren Wirkungen und Nebenwirkungen überlagern und so zum Beispiel zu Stürzen führen können. Da wäre weniger mehr. Dieses Bewusstsein müssen wir schärfen – bei den behandelnden Ärzten und auch bei den Patienten.“

Weitere Themen im Report:

Fünf Jahre IGeL-Monitor

Sie wollen wissen, ob sie zusätzlich zu den drei obligatorisch vorgesehenen Ultraschalluntersuchungen in der Schwangerschaft weitere machen lassen sollten, für Kosten von bis zu 200 Euro? Diese und viele andere Fragen stellen sich Patienten immer häufiger, denn die Angebote für individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) haben sich in den letzten Jahren rasant erhöht. Damit Patienten in dieser Situation objektive Informationen erhalten können, gibt es Unterstützung vom IGeL-Monitor (www.igel-monitor.de). Auf der Basis von Auswertungen nationaler und internationaler Studien kann man sich über Vor- und Nachteile der häufigsten extra angebotenen Leistungen informieren.

Selbstverwaltung

Der Verband der Ersatzkassen hat einen neuen Verbandsvorsitzenden. Die Mitgliederversammlung des vdek hat Uwe Klemens (61) an die Spitze des Ersatzkassenverbandes gewählt. Klemens ist als ehrenamtlicher Verbandsvorsitzender Nachfolger von Christian Zahn, der dieses Amt nach zehn Jahren aus Altersgründen abgegeben hat.

Hohe Impfquoten

Für die Landesvertretung der Ersatzkassen ist die hohe Impfquote in Mecklenburg-Vorpommern bei vielen vorbeugenden Schutzimpfungen ein erfreulicher Zustand. Die Durchimpfungsrate liegt hierzulande beispielsweise bei der Dreifachimmunisierung gegen Mumps, Masern und Röteln seit 2009 kontinuierlich bei über 95 Prozent (2016: Bundesspitze mit 95,6 Prozent). Ab diesem Wert sprechen Impfexperten davon, dass die Krankheit faktisch besiegt ist.

Gesundheitsförderung in eigener Sache

Die Kolleginnen und Kollegen der Landesvertretung haben sich in Sachen „Gesunde Ernährung fürs Büro“ fit machen lassen. Beim Selbermachen von gesunden Gemüsewraps kam auch der Spaß nicht zu kurz.

Sozialwahl 2017

Sozusagen letzter Aufruf. Noch bis Ende Mai können viele Versicherte der Ersatzkassen ihre Sozialparlamente wählen. Jede Stimme zählt und ist wichtig. Mit ihrer Wahlentscheidung nehmen die Versicherten Einfluss in den Parlamenten der Ersatzkassen und der Rentenversicherung und damit zum Beispiel auch darauf, wie gegebenenfalls Zusatzbeiträge gestaltet und welche Satzungsleistungen angeboten werden.

(Link zur Internetseite: www.vdek.com/LVen/MVP/Presse/ersatzkasse_report.html).

Kontakt

Dr. Bernd Grübler
Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek)
Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern

Tel.: 0385 / 52 16 - 105
E-Mail: bernd.gruebler@vdek.com