Pflegeversicherung

Flächendeckende Pflegeinfrastruktur mit guten Ergebnissen

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es derzeit ca. 68.000 pflegebedürftige Menschen, die auf Hilfe und Unterstützung durch ihre Angehörigen oder professionelle Pflege angewiesen sind. Rund 4 von 100 Einwohnern erhalten damit Pflegeleistungen auf der Grundlage des Pflegeversicherungsgesetzes.

Mecklenburg-Vorpommern verfügt über eine gute Infrastruktur im Pflegebereich.

Über 400 Pflegedienste versorgen flächendeckend ca. 17.500 Pflegebedürftige in ihrer Häuslichkeit. Nahezu alle Pflegedienste bieten auch eine besondere qualitätsgesicherte Betreuung für Menschen die an Demenz leiden an.

Die Vertragspartner in Mecklenburg-Vorpommern sind:

· Träger von Pflegeeinrichtungen
· Trägerverbände freigemeinnütziger, kommunaler und privater Pflegeeinrichtungen

die Leistungen in nachfolgenden Bereichen anbieten:

· ambulante Pflege (Pflegedienste)
· teilstationäre Pflege (Tagespflegeeinrichtungen)
· vollstationäre Pflege (Pflegeheime)
· Kurzzeitpflege (Pflegeheime)


In den 236 stationären Pflegeeinrichtungen werden ca. 20.000 pflegebedürftige Menschen gepflegt und betreut. Einige Einrichtungen haben sich dabei auf besondere Zielgruppen ausgerichtet. So gibt es sieben Einrichtungen in Schwerin, Rostock, Waren, Neustrelitz,  Schwaan-Waldeck, Lübz und Greifswald mit insgesamt 135 Betten, die sich speziell auf die Langzeitpflege von Menschen mit schweren und schwersten Schädigungen des Nervensystems (z.B. so genanntes Wachkoma) spezialisiert haben sowie langzeitbeatmete Menschen pflegen und betreuen. Auch einige ambulante Pflegedienste bieten intensivmedizinische Betreuung an.

13 Pflegeeinrichtungen mit mehr als 600 Plätzen sind speziell auf die Pflege psychisch kranker Menschen ausgerichtet.

Die Hälfte aller Pflegeheime bietet auch Kurzzeitpflege und/oder Urlaubs- und Verhinderungspflege an. Dies ist besonders wichtig, wenn sich der Pflegebedarf des Pflegebedürftigen akut verschlechtert hat, z.B. nach Krankenhausaufenthalt oder auch zur Entlastung der pflegenden Angehörigen. Insgesamt stehen hierfür 262 Betten zur Verfügung.
Daneben gibt es auch fünf Pflegeeinrichtungen in Schwerin, Rostock,  Bergen und Pasewalk, die sich ausschließlich auf die Kurzzeitpflege spezialisiert haben, mit einer Gesamtkapazität von 88 Pflegeplätzen.
Die Zahl der Tagespflegeeinrichtungen hat in den letzten Jahren kontinuierlich zugenommen und steigt weiterhin an. Bereits jetzt stehen in 100 Tagespflegeinrichtungen 1.600 Plätze für Tagesgäste zur Verfügung.

Qualitätssicherung

Der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) Mecklenburg-Vorpommern sowie der Verband der privaten Krankenversicherung prüfen im Auftrag der Landesverbände der Krankenkassen die stationären, teilstationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern.
Die Prüfungen im stationären Pflegebereich erfolgen gemeinsam mit der jeweils zuständigen Heimaufsichtsbehörde. So werden Doppelprüfungen vermieden.

Die Prüfquote beträgt 100 Prozent, d. h. jede Pflegeeinrichtungen wird einmal pro Jahr geprüft.

Die Qualitätsprüfungen umfassen die Erhebung theoretischer Grundlagen (Pflegekonzept, Stellenbeschreibungen, Fortbildungspläne u. a.), den Pflegeprozesses mit besonderem Schwerpunkt im Bereich der Pflegeplanung und -dokumentation, die Maßnahmen der internen Qualitätssicherung sowie die Beurteilung des Pflegezustandes (Ergebnisqualität).

Die Ergebnisse der Qualitätsprüfungen in Mecklenburg-Vorpommern liegen im Bundesvergleich nach Baden-Württemberg an der Spitze.

Die Benotung der einzelnen Einrichtungen kann dem Transparenzbericht entnommen werden, der über den Pflegelotsen des vdek aufgerufen werden kann.