Pflegestützpunkt in Homburg eröffnet

Pflegekassen und Saarpfalz-Kreis unterzeichnen Kooperationsvertrag

Saarbrücken, 16.03.2009 – Mit der heutigen Vertragsunterzeichnung zur Einrichtung des Pflegestützpunktes durch den Landkreis und die Kranken- und Pflegekassen im Beisein des saarländischen Gesundheitsministers Prof. Dr. Gerhard Vigener gibt es im Saarpfalz-Kreis ein neues Beratungs- und Hilfsangebot rund um die Pflege. „Damit wird aufbauend auf der Arbeit der bisherigen Beko-Stelle die Beratung und Unterstützung von pflegebedürftigen Menschen wesentlich verbessert“, sagte Armin Lang, Leiter der Landesvertretung des Verbandes der Ersatzkassen. Davon profitierten alle Beteiligten, die Pflegebedürftigen selbst, und ihre pflegenden Angehörigen.

In dem Pflegestützpunkt Am Forum in Homburg oder bei Hausbesuchen vor Ort werden zunächst 3 Pflegeberaterinnen (2,5 Stellen) über entsprechende Hilfen und Versorgungsformen informieren, die auf den individuellen Bedarf abgestimmt sind. Der Pflegestützpunkt wird gemeinsam von den Pflegekassen und dem Saarpfalz-Kreis getragen. Landrat Clemens Lindemann hat turnusgemäß den Vorsitz im Kooperations-Ausschuss, die Geschäftsführung hat Helga Setz vom Verband der Ersatzkassen (vdek) übernommen.

Der Pflegestützpunkt bietet die Organisation von Hilfen und die individuelle Begleitung von Pflegebedürftigen unter einem Dach an. Damit wird  ein Beratungs- und Hilfenetzwerk realisiert, das offene Fragen von Betroffenen und ihren Angehörigen bei Pflegebedürftigkeit klärt, bei der Suche nach einem Pflegedienst oder einer stationären Pflegeeinrichtung hilft und auf Wunsch ein individuelles Versorgungsarrangement zusammenstellt. Ziel ist, die Versorgung multimorbider und pflegebedürftiger Menschen so zu verbessern, dass sie möglichst lange in ihrer häuslichen Umgebung bleiben können. Darüber hinaus sollen die Selbsthilfekräfte des Kranken bzw. Pflegebedürftigen und seiner pflegenden Angehörigen aktiviert und stabilisiert werden.

Landrat Clemens Lindemann wies bei der Vertragsunterzeichnung darauf hin, dass mit der steigenden Zahl hochaltriger Menschen in unserer Gesellschaft das Risiko von Multimorbidität und Pflegebedürftigkeit steige. Parallel dazu nähmen die „Selbsthilfekräfte“ der betroffenen Familien ab. Ehepartner, aber auch Kinder, seien häufig selbst schon im fortgeschrittenen Alter und körperlich oft nicht mehr in der Lage, Pflege- und Versorgungsleistungen zu erbringen. Deshalb sei eine Beratung zum Thema Pflege aus einer Hand, wie sie jetzt der Pflegestützpunkt biete, dringend notwendig, so der Landrat.

Im Saarland werden insgesamt acht Pflegestützpunkte eingerichtet, je Landkreis einer und im Regionalverband Saarbrücken drei. In jedem Pflegestützpunkt werden 3 bis 4 Fachkräfte arbeiten.
Pressemitteilung


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