Wer sein Wahlrecht nutzt, stärkt die Selbstverwaltung im Gesundheitswesen

Saarbrücken, 14.4.2011 - 563.000 Saarländerinnen und Saarländer sind in den nächsten Wochen aufgerufen, ihre Vertreter in die höchsten Gremien der Selbstverwaltung der Deutschen Rentenversicherung sowie von fünf Ersatzkassen zu wählen. Die Wahlunterlagen werden in diesen Tagen verschickt. Gesundheitsminister Weisweiler und der Leiter des Verbandes der Ersatzkassen im Saarland, Martin Schneider, appellieren an die Versicherten, von Ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen.

„Die Sozialwahlen sind zwar weitgehend unbekannt, dennoch sind sie Bestandteil einer gelebten Demokratie“, sagte der saarländische Gesundheitsminister Georg Weisweiler. „Mit der Wahl bestimmen Sie die Zusammensetzung der ehrenamtlichen Parlamente der gesetzlichen Krankenversicherung. Damit nehmen Sie auch Einfluss auf die politischen Diskussionen um Reformen in der Kranken- und Pflegeversicherung. Wer sein Wahlrecht nutzt, stärkt damit die Selbstverwaltung im Gesundheitswesen“, so der Minister weiter.

„Im Saarland können 230.000 Mitglieder der Ersatzkassen ihre Versichertenvertreter wählen. Diese wählen und überwachen dann den Vorstand ihrer Krankenkasse und entscheiden zum Beispiel über Bonusprogramme und Wahltarife“, betonte Martin Schneider, Leiter des Verbandes der Ersatzkassen (vdek) im Saarland. „Die Selbstverwaltung im Gesundheitswesen in Deutschland ist international einmalig. Wer Beiträge zahlt, soll auch über deren Verwendung mitbestimmen. Dieser Grundgedanke hat viele Vorteile gegenüber staatlichen Gesundheitssystemen wie zum Beispiel in Großbritannien oder rein marktwirtschaftlichen Systemen wie in den USA. Beim deutschen System setzt der Staat den Rahmen und die Selbstverwaltung füllt ihn aus“, erläuterte Schneider.

Weitere Informationen zu den Sozialwahlen sind im Internet zu finden:

 www.sozialwahl.de

 

Die Sozialwahl ist eine Briefwahl. Bis zum 21. April 2011 haben alle Wahlberechtigten ihre Unterlagen erhalten. Am 1. Juni 2011 ist Stichtag – bis dahin muss der Brief eingegangen sein. Gewählt werden Organisationen und Interessengruppen als Listen.

Mit bundesweit 48 Millionen Wahlberechtigten ist die Sozialwahl nach Bundestags- und Europawahl die drittgrößte Wahl in Deutschland. Sie findet alle sechs Jahre statt.

Gemeinsame Pressemitteilung mit dem saarländischen Ministerium für Gesundheit und Verbraucherschutz und Gesundheitsminister Georg Weisweiler.

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