Betriebliche und außerbetriebliche Gesundheitsförderung

Betriebliche Gesundheitsförderung

Will ein Unternehmen erfolgreich sein, braucht es gesunde und leistungsfähige Mitarbeiter, die diesen Erfolg erarbeiten können. Wochentags verbringen Beschäftigte etwa ein Drittel der Zeit auf Arbeit. Da ist naheliegend, die gesundheitlichen Ressourcen der Mitarbeiter im Betrieb selbst zu stärken. Die Ersatzkassen unterstützen dieses Anliegen mit Angeboten der betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF). Für weitere Informationen wenden sich Interessierte bitte an unsere Mitgliedskassen oder nutzen im Internet das Beratungsportal der regionalen BGF-Koordinierungsstelle.  

Außerbetriebliche Gesundheitsförderung

Die Nachhaltigkeit und die Reichweite von Projekten der Gesundheitsförderung und Prävention sollen sich erhöhen. Durch den Ausbau von Beratungs- und Informationsangeboten soll die Gesundheitsförderung auch jene Menschen einschließen, die bislang außen vor blieben. Insbesondere sollen die Menschen in ihren Lebenswelten wie beispielsweise im Kindergarten oder im Pflegeheim besser erreicht werden.

Die Ersatzkassen in Sachsen engagieren sich bei der außerbetrieblichen Gesundheitsförderung in den drei folgenden Kooperationsverbünden:

Landesrahmenvereinbarung Präventionsgesetz

Die gesetzlichen Krankenkassen, die gesetzliche Renten- und Unfallversicherung, mehrere Landesministerien und weitere Partner arbeiten über die 2016 geschlossene Landesrahmenvereinbarung zum Präventionsgesetz zusammen.

Bis zum Juli 2020 hat die vdek Landesvertretung Sachsen den Vorsitz des Steuergremiums der Landesrahmenvereinbarung.

Gemeinsame Projekte der Ersatzkassen

Die Ersatzkassen haben auch gemeinsame Vorhaben gestartet, um die Gesundheit von schwer erreichbaren Zielgruppen zu erreichen. Dabei orientiert sich die Förderung am Leitfaden Prävention. Die gemeinsamen Projekte der Ersatzkassen sind:

"Mobil bleiben im Pflegeheim"

Spezielle Bewegungsangebote für Pflegeheimbewohner sollen deren Gesundheitspotentiale aktivieren und ihr Wohlbefinden verbessern.

"Gewaltprävention in Pflegeeinrichtungen"

In dem Modellprojekt für vollstationäre Pflegeeinrichtungen werden Pflegende angeleitet, eine konsequent personenzentrierte, respektvolle und gewaltfreie Pflege zu ermöglichen.

"Ernährung in Jugendhilfeeinrichtungen: Powerfood - Clever essen"

Das Vorhaben zielt auf die altersgerechte, gesunde und kostenbewusste Ernährung von Kindern und Jugendlichen in Jugendhilfeeinrichtungen.

"Auf geht's: Kerngesund und springlebendig"

Kinder, Jugendliche und junge Mütter, die in Betreuungseinrichtungen wohnen, erlernen eine gesunde Lebensweise.

"Bewusst gesund"

Menschen mit Behinderungen, die in Werkstätten arbeiten, wird Wissen vermittelt, wie sie sich im Arbeitsumfeld und in der Freizeit mehr bewegen und gesünder ernähren können.

Logo Gesunde Lebenswelten, Links im Bild ist ein Kreis aus drei Punkten mit gebogenen Linien, die symbolisch für drei Personen stehen, die sich an den Händen fassen. Schriftzug "Gesunde Lebenswelten, Unterüberschrift: Ein Angebot der Ersatzkassen" steht rechts daneben

Die Ersatzkasseninitiative "Gesunde Lebenswelten" bezieht in Sachsen unter anderem sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche sowie Bewohner von Pflegeheimen ein.

Projekte aller gesetzlichen Krankenkassen

Daneben kooperieren die gesetzlichen Krankenkassen im GKV-Bündnis für Gesundheit. Schwerpunkte der Aktivitäten sind die Arbeits- und Gesundheitsförderung zu verzahnen sowie die kommunale Gesundheitsförderung zu unterstützen. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) setzt die Aufgaben des Bündnisses mit Kassenmitteln um:

"Verzahnung von Arbeits- und Gesundheitsförderung in kommunaler Lebenswelt"  

Das Projekt will Erwerbslose motivieren, mehr für ihre Gesundheit zu tun und ihre Chancen auf Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt verbessern. Die vdek-Landesvertretung betreut federführend die Aktivitäten im Landkreis Sächsische Schweiz - Osterzgebirge.

"Kommunales Förderprogramm zum Aufbau gesundheitsförderlicher Steuerungsstrukturen"

Städte, Landkreise und Gemeinden werden unterstützt, um die örtlichen Rahmenbedingungen für Gesundheitsförderung zu verbessern - wie etwa Runde Tische, spezifische Arbeitsgruppen oder Gesundheitskonferenzen zu etablieren.