Hospizförderung in Sachsen-Anhalt: Deutlich höheres finanzielles Engagement von den Ersatzkassen

Magdeburg, 29.06.2012 - Die neun von den Verbänden der Krankenkassen als förderungswürdig eingestuften ambulanten Hospizdienste in Sachsen-Anhalt erhalten auch in diesem Jahr wieder finanzielle Unterstützung durch die Ersatzkassen.

Mit einem Betrag von weit über 200.000 Euro dürfen die ambulanten Dienste somit circa 70.000 Euro mehr Fördergeld erwarten als im Jahr 2011.
"Damit sind die Ersatzkassen erneut einer der Hauptfinanzierer, denn ihr Anteil beträgt 2012 deutlich mehr als 30 Prozent des Gesamtbetrages aller Krankenkassen in Sachsen-Anhalt", so Dr. Volker Schmeichel, Pressesprecher der vdek-Landesvertretung.

Die Anzahl geförderter Einrichtungen hat sich seit Förderbeginn mehr als verdreifacht, die Höhe der Fördermittel ist mittlerweile auf mehr als das zehnfache des Ausgangswertes gestiegen.

Hospize sollen eine menschwürdige Alternative zu Krankenhäusern sein. Sie bieten die Möglichkeit, das Sterben wieder in das Leben zu integrieren. „Den Kranken und ihren Angehörigen kann so ein Stück Normalität vermittelt werden, was im Krankenhaus oft nicht mehr gegeben ist.“, betont Schmeichel weiter. Umfragen zufolge haben circa 90 Prozent aller Menschen den Wunsch, zu Hause zu sterben. Tatsächlich liegt die Zahl derer, die dazu auch tatsächlich die Möglichkeit haben, bei etwa 30 Prozent. Die übrigen 70 Prozent der Menschen sterben im Krankenhaus und im Pflegeheim.

Die Förderung der Krankenkassen ist ein wichtiger Beitrag, eine möglichst flächendeckende ambulante Hospizversorgung auszubauen. Damit kann das Gefühl der häuslichen Geborgenheit erhalten werden, und die Menschen müssen in ihren letzten Lebenstagen nicht auf ihr gewohntes soziales Umfeld verzichten.

Entsprechend der Rahmenvereinbarung über die ambulante Hospizversorgung nach § 39 a Abs. 2 SGB V werden seit 2002 ambulante Hospizdienste von den gesetzlichen Krankenkassen mit einem finanziellen Zuschuss gefördert. Hospize beschreiben Konzepte der Sterbe- und Trauerbegleitung, die Kranke und deren Angehörigen im Sinne der Palliativpflege umfassend versorgen und betreuen.

Geförderte Einrichtungen Hospize

  • Kinderhospiz Björn-Schulz-Stiftung, Halle
  • Hospiz am St. Elisabeth-Krankenhaus, Halle
  • Kinderhospiz am St. Elisabeth-Krankenhause, Halle
  • Hospiz des Adelbert-Diakonissen-Mutterhauses
  • Ökumenischer Hospizdienst der Paul-Gerhardt-Stiftung, Wittenberg
  • Hospizverein „ENDLICH Leben“ e. V., Wittenberg
  • Hospiz Wolfen e. V., Bitterfeld-Wolfen
  • Hospizverein „Regenbogen“ e. V. Halberstadt
  • Ambulanter Hospizdienst „Hoffnung“, Ballenstedt/Harz
  • Diakonie Kanzler v. Pauf’sche Stiftung ambulanter Hospizdienst, Bernburg
  • Diakonie Kanzler v. Pfau’sche Stiftung ambulanter Hospizdienst Köthen
  • Ambulanter Hospizdienst Malteser-Hilfsdienst e. V. Magdeburg
  • Ambulanter Hospizdienst Luisenhaus Pfeiffersche Stiftungen, Magdeburg

Kontakt

Dr. Volker Schmeichel
Verband der Ersatzkassen e.V. (vdek)
Landesvertretung Sachsen-Anhalt

Tel.: 03 91 / 5 65 16 - 0
Fax: 03 91 / 5 65 16 - 30
E-Mail: volker.schmeichel@vdek.com