Integrierte Versorgung – feste Größe im Leistungsspektrum der Ersatzkassen

Magdeburg, 13.02.2012 - "integra - neue Wege zur Gesundheit“ ist das Projekt der Ersatzkassen zur integrierten Versorgung in Sachsen-Anhalt. Startmonat war der  Februar 2002.

Gemeinsam mit den Partnern,

  • der Klinik St. Marienstift in Magdeburg (2002),
  • dem Diakoniekrankenhaus Halle (2003),
  • dem Diakonissenkrankenhaus Dessau (2003) und
  • der Rehabilitationsklinik Eisenmoorbad Bad Schmiedeberg( 2004)
  • verzeichnen die Ersatzkassen in „integra“ ein hohes  Wachstumspotential.

Die o. g. Krankenhäuser binden über Kooperationsverträge niedergelassene Ärzte in das „integra“ -Programm ein.

Bei dem  Leistungsangebot handelt es sich demnach nicht um ambulante Leistungen, sondern um stationsersetzende Krankenhausleistungen aus verschiedenen Fachrichtungen (vgl. Anlage). Seit 2004 werden auch Vorsorgeleistungen in Kombination mit möglicher stationärer Behandlung angeboten.

Zur Beurteilung des medizinischen Eingriffes ist durch den niedergelassenen Arzt, der wiederum seinen Patienten in „integra“ eingewiesen hat, ein Qualitätssicherungsbogen auszufüllen. Für diese Leistung wird eine Aufwandspauschale an den niedergelassenen Arzt vergütet. Diese wird außerhalb des Budgets der Kassenärztlichen Vereinigung gezahlt. Damit werden auch Ärzte, die nicht direkt vertraglich an „integra“ beteiligt sind, in die integrierte Versorgung einbezogen.

Gleichzeitig werden Patientenbefragungen über die Zufriedenheit bei der medizinischen Behandlung durchgeführt.

Insgesamt haben in den 10 Jahren weit mehr als 31.000 Ersatzkassenpatienten die Vorzüge einer sektorübergreifenden,  integrierten Versorgung erfahren. Eine von den Ersatzkassen in Auftrag gegebene Studie zur wissenschaftlichen Evaluierung von „integra - neue Wege zur Gesundheit“ – bescheinigt dieser Versorgung unter anderem eine hohe Patientenzufriedenheit und eine ausgezeichnete  Versorgungsqualität.

„Für die Krankenkassen ergeben sich zudem auch erhebliche Einsparungen. Mit einem Kostenvorteil von durchschnittlich rund 1.700 Euro pro Fall ist der Spareffekt auf insgesamt mehr als 50 Millionen Euro  laut dem Gutacheten angewachsen,“ erklärte Dr. Volker Schmeichel, Pressesprecher des Verbandes der Ersatzkassen in Sachsen-Anhalt , am Montag, in  Magdeburg.

„Die Ersatzkassen haben mit ihrem integra-Projekt wesentlich dazu beigetragen, dass Sachsen-Anhalt im Bereich der integrierten Versorgung zur Bundesspitze gehört. Das zeigt das enorme Interesse und Vertrauen unserer Patienten an dieser nunmehr seit 10 Jahren existierenden innovativen medizinischen Versorgung.", so Schmeichel abschließend.

Kontakt

Dr. Volker Schmeichel
Verband der Ersatzkassen e.V. (vdek)
Landesvertretung Sachsen-Anhalt

Tel.: 03 91 / 5 65 16 - 0
Fax: 03 91 / 5 65 16 - 30
E-Mail: volker.schmeichel@vdek.com