Neuausrichtung der ehemaligen Salzlandkliniken geht nicht im Alleingang

Magdeburg, 03.04.2012 - Nach dem nun endgültig vollzogenen Verkauf der Salzlandkliniken an den privaten Krankenhausbetreiber AMEOS sind der Belegschaft und der Öffentlichkeit die Zukunftspläne  des neuen Trägers mitgeteilt worden.

Diese Vorstellungen des Trägers sind war legitim und hinsichtlich einer Spezialisierung auch grundsätzlich sinnvoll, aber sie müssen auch planerisch zu den Rahmenbedingungen und vorhandenen Angeboten der anderen Krankenhäuser in der Region passen, um zukünftige Überversorgungen zu vermeiden. Hier meldet der Ersatzkassenverband Abstimmungsbedarf an! Für Krankenhausplanung ist in Sachsen-Anhalt der Krankenhausplanungsausschuss zuständig.

„Wir brauchen eine Abstimmung von Land, Klinikbetreibern und denen, die für ihre Versicherten im Krankheitsfall die Kosten übernehmen, nämlich den Krankenkassen.“ betonte Dr. Volker Schmeichel, stellvertretender Leiter der vdek-Landesvertretung Sachsen-Anhalt.

Sachsen-Anhalt besitzt eines der modernsten Landeskrankenhausgesetze in Deutschland, schon seit Jahren  werden die Planungsetappen zum Beispiel auch unter Demografievorbehalt gestellt.

„Es nütze keinem Bürger, keinem Kranken, wenn in der Krankenhauslandschaft Überkapazitäten sich auf lange Sicht manifestieren und zudem wirtschaftliche Aspekte einer Klinikbetreibung überdimensioniert werden.“ so Schmeichel abschließend.

Kontakt

Dr. Volker Schmeichel
Verband der Ersatzkassen e.V. (vdek)
Landesvertretung Sachsen-Anhalt

Tel.: 03 91 / 5 65 16 - 0
Fax: 03 91 / 5 65 16 - 30
E-Mail: volker.schmeichel@vdek.com