Steigende Selbsthilfeförderung durch Kassen in Sachsen-Anhalt

Arbeitsgemeinschaft der Krankenkassen/-verbände in Sachsen-Anhalt fördert Selbsthilfe mit über einer halben Mio. Euro

In diesem Jahr unterstützte die Arbeitsgemeinschaft (ARGE) „Selbsthilfeförderung der Gesetzlichen Krankenversicherung in Sachsen-Anhalt“ im Rahmen der kassenartenübergreifenden Förderung die örtlichen Ansprechpartner für Selbsthilfe mit insgesamt 578.976 Euro. Dabei erhielten insgesamt 14 Selbsthilfekontaktstellen, 26 Selbsthilfeorganisationen und 864 Selbsthilfegruppen die finanzielle Unterstützung. Die Summe wurde von den in der ARGE tätigen Krankenkassen gemäß § 20 c SGB V gemeinsam zur Verfügung gestellt. Zusätzlich wurde der Fördermitteltopf mit kassenindividuellen Finanzmitteln einzelner Krankenkassen aufgestockt.

Allerdings bezieht sich die Fördersumme ausschließlich auf die Aktivitäten der Krankenkassen. Die Unterstützung des Landes im Bereich Selbsthilfe fehlt das zweite Jahr in Folge. „Von den Verbänden und Kontaktstellen der Selbsthilfe erhalten wir das Feedback, dass finanzielle Lücken entstehen, sogar größer werden und somit einige Selbsthilfeaktivitäten eingestellt werden müssen“, erklärt Uwe Schröder, Vorstand der IKK gesund plus. „Dabei ist die Förderung der Selbsthilfe eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und muss als Gemeinschaftsaufgabe aller Sozialversicherungsträger umgesetzt werden. Die öffentliche Hand, das Land Sachsen-Anhalt und die Kommunen, nehmen sich vermehrt aus der Finanzierung zurück. Allein kann die Gesetzliche Krankenversicherung diese Last aber nicht stemmen. Langfristige Probleme sind dadurch vorprogrammiert. Die Förderung der Selbsthilfe durch die Krankenkassen und ihrer Verbände darf nicht zu einem Rückzug der öffentlichen Hand führen“, mahnt Schröder.

Die überwiegend ehrenamtliche Selbsthilfe ist eine wichtige und notwendige Ergänzung der professionellen Angebote im gesundheitlichen Versorgungsbereich. Allein in Sachsen-Anhalt engagieren sich tausende Menschen in diesem Aufgabenfeld. Es existieren etwa 1000 Selbsthilfegruppen, die von 25 Selbsthilfeorganisationen im Land betreut werden. In jedem Landkreis gibt es darüber hinaus Selbsthilfekontaktstellen als Anlaufpunkte für die Selbsthilfegruppen und ihre Mitglieder. Diese unterstützen unter anderem bei der Beantragung der Fördermittel.

Die kassenartenübergreifende Gemeinschaftsförderung der Krankenkassen sichert die Basisfinanzierung der gesundheitsbezogenen Selbsthilfe. Des Weiteren wird durch die ARGE die strukturelle Entwicklung der Selbsthilfe unterstützt. Die kassenartenübergreifende Gemeinschaftsförderung kann durch örtliche Selbsthilfegruppen und Selbsthilfekontaktstellen sowie durch Selbsthilfeorganisationen auf Bundes- und Landesebene beantragt werden.

Bei der ARGE "Selbsthilfeförderung der GKV in Sachsen-Anhalt" gingen 2013 insgesamt 907 Anträge von Selbsthilfekontaktstellen, Selbsthilfeorganisationen und Selbsthilfegruppen ein. Davon konnten 904 Anträge positiv beschieden werden.

Die Antragstellung für das nächste Jahr ist bis zum 31. Januar 2014 bei den Krankenkassen möglich. Die notwendigen Formulare für die Pauschalförderung werden im letzten Quartal dieses Jahres an die Antragsteller versandt oder stehen auf den Internetseiten der Krankenkassen zur Verfügung.

Diese Pressemitteilung wurde veröffentlicht von den Verbänden der Krankenkassen in Sachsen-Anhalt:

  • AOK Sachsen-Anhalt – Die Gesundheitskasse
  • BKK Landesverband Mitte
  • IKK gesund plus
  • Knappschaft, Regionaldirektion Cottbus
  • LKK Mittel- und Ostdeutschland
  • vdek Landesvertretung Sachsen-Anhalt

Ansprechpartner für die Pressemitteilung:

  • Andreas Arnsfeld, AOK Sachsen-Anhalt (Tel.: 0391 / 2878 44426)
  • Matthias Tietz, BKK Landesverband Mitte (Tel.: 0391 / 5554-157)
  • Gunnar Mollenhauer, IKK gesund plus (Tel.: 0391 / 2806 2002)
  • Knappschaft Regionaldirektion Cottbus (Tel.: 0355 / 35 71 72 11)
  • Kristina Tiedemann, Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (Tel.: 03342 / 36 18 76)
  • Dr. Volker Schmeichel, vdek Landesvertretung Sachsen-Anhalt (Tel.: 0391 / 5 65 16 20)

Kontakt

Dr. Volker Schmeichel
Verband der Ersatzkassen e.V. (vdek)
Landesvertretung Sachsen-Anhalt

Tel.: 03 91 / 5 65 16 - 0
Fax: 03 91 / 5 65 16 - 30
E-Mail: volker.schmeichel@vdek.com