Pflegestützpunkte bieten Hilfen aus einer Hand – Beratung startet in acht Kreisen und kreisfreien Städten

Kiel,02. Februar 2009 – Die Beratung in den Pflegestützpunkten in Schleswig-Holstein startet: Die trägerunabhängigen Beratungsstellen in acht Kreisen oder kreisfreien Städten haben ihren Service für Pflegebedürftige und Angehörige aufgenommen und werden zu Pflegestützpunkten weiterentwickelt. Der entsprechende Rahmenvertrag wurde zwischen den Trägern Pflege- und Krankenkassen, vertreten durch AOK Schleswig-Holstein und dem Verband der Ersatzkassen (vdek), sowie für die kommunale Seite dem Schleswig-Holsteinischen Landkreistag und dem Städteverband Schleswig-Holstein vereinbart.

„Beratung, Koordinierung und Vermittlung gehört zu den wichtigsten Aufgaben der Pflegestützpunkte. Der Mehrwert gegenüber dem bisherigen Angebot wird in Zukunft vor allem in einem bedarfsgerechten und umfassenden Fallmanagement liegen“, erklärte Sozialministerin Dr. Gitta Trauernicht. Ziel ist es, bis Ende des Jahres in allen 15 Kreisen und kreisfreien Städten Pflegestützpunkte mit diesem umfassenden Angebot einzurichten.

Aufgaben der Pflegestützpunkte:

  • eine umfassende unabhängige Beratung in allen Fragen rund um die Pflege zu Rechten, Auswahl und Inanspruchnahme von Leistungen, Hilfeangeboten und Finanzierung
  • Vernetzung regionaler Angebote und Akteure in der Pflege
  • Fallmanagement/ Koordinierung von gesundheitsfördernden, pflegerischen, betreuenden und anderen Unterstützungsangeboten einschließlich der Inanspruchnahme dieser Leistungen. Dieses Angebot wird zurzeit von allen Beteiligten erarbeitet, bzw. weiterentwickelt.

„In den nächsten Wochen wird es primär darum gehen, die erforderlichen Strukturen im Land aufzubauen und die Zusammenarbeit zwischen Pflegestützpunkten, den Kranken- und Pflegekassen sowie den Sozialhilfeträgern zu regeln“, so Dr. Dieter Paffrath. Für den AOK-Chef ist diese Vorgehensweise die Grundvoraussetzung für einen dauerhaften Erfolg der Pflegestützpunkte. „Alle Beteiligten werden an der hohen Beratungskompetenz sowie an schnellen und koordinierten Leistungen für die Betroffenen gemessen“, erklärte Paffrath.

"Unsere Pflegestützpunkte sind eine Lichtung im Bürokratiedschungel - sie ermöglichen die Beratung aus einer Hand und ersetzen bestehende Doppelstrukturen. Jetzt können viel mehr alte Menschen als bisher in ihrer gewohnten häuslichen Umgebung ambulant versorgt werden", sagt Dietmar Katzer, Leiter des Verbandes der Ersatzkassen (vdek) Schleswig-Holstein. Laut einer Studie der Universität Kiel würden mittelfristig dadurch auch die Sozialhilfeträger entlastet.

"Wir wollen die erfolgreiche Arbeit der trägerunabhängigen Beratungsstellen mit dem Schwerpunkt Pflege fortsetzen und ausbauen. Die bisherigen Beratungsinhalte, die vollständig durch die Pflegestützpunkte übernommen werden, waren stadtteilbezogene Angebote im Bereich betreutes Wohnen bzw. Wohnen mit Service, Haushaltshilfen, Mahlzeitendienste, Hausnotrufsysteme und Einrichtungen wie Seniorenbegegnungsstätten, Altenclubs", erklärt Jochen von Allwörden, Geschäftsführer des Städteverbandes Schleswig-Holstein.

Hier erhalten Sie Pflegeberatung:

  • Flensburg: Rathausplatz 1, Tel: 0461 – 85 2002
  • Kiel: Stephan-Heinzel-Str. 2, Tel: 0431 – 901 3696
  • Neumünster: Großflecken 71, 04321 - 942 - 27 45
  • Lübeck: Kronsforder Allee 2-6, Tel: 0451 – 122 4931
  • Kreis Dithmarschen: Esmarchstr. 50, 25746 Heide, Tel: 0481 – 785 1112
  • Kreis Segeberg: Heidelbergstr. 28, 22846 Norderstedt, Tel: 040 -52 88 38 30
  • Kreis Pinneberg, Dingstätte 49, 25471 Pinneberg, Tel: 04101 – 555464
  • Kreis Herzogtum Lauenburg, Wasserkrüger Weg 7. 14, 23879 Mölln, 04542 - 826549
    Hintergrund

Pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen stehen vor vielen Fragen: Wie erhalte ich die richtige Pflege? Wer unterstützt mich? Wie werden die Hilfen bezahlt? Mit den Pflegestützpunkten soll nach der 2008 in Kraft getretenen Pflegereform eine bürgernahe Anlaufstelle geschaffen werden, in der Betroffene eine umfassende Beratung und wenn nötig auch Begleitung erhalten können. Das Pflege-Weiterentwicklungsgesetz (Bund) hat dabei den Ländern die Möglichkeit eröffnet, bestehende Strukturen umzubauen, damit die notwendige Beratung und Betreuung zukünftig unter einem Dach gebündelt und von dort koordiniert wird, wenn mehrere Stellen einzubinden sind. 

Diese Pressemitteilung wurde veröffentlicht von der vdek-Landesvertretung Schleswig-Holstein, der AOK Schleswig-Holstein und des Ministeriums für| Ministerium für Soziales, Gesundheit, Familie, Jugend und Senioren in Schleswig-Holstein

Pressemitteilung


Federführend für die Veröffentlichung:
vdek-Landesvertretung Schleswig-Holstein
Wall 55 (Sell-Speicher)
24103 Kiel

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