vdek zum Honorargutachten der Kassenärtlichen Vereinigung Schleswig-Holstein (KVSH)

Kritik der Kassenärztlichen Vereinigung an mitverantworteter 

Honorarreform ist unberechtigt

Kiel, 17.09.2009

Die Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein hat heute vorab 

über die Ergebnisse eines Gutachten zur Situation der Ärztehonorare 

informiert,das sie selbst beim Kieler Instituts für Mikrodaten-Analyse 

in Auftrag gegeben hat. Nach erster Einschätzung der Ersatzkassen 

bringt diese Studie allerdings keine neuen Aspekte über die Lage 

der niedergelassenen Ärzte in Schleswig-Holstein.

Dazu Dietmar Katzer, Leiter der vdek-Landesvertretung: 

„Es wird kein Zurück in die alte „Honorarwelt“ geben. Daher können 

wir die grundsätzliche Kritik der KVSH an dem 2009 neu eingeführten 

Honorarsystem nicht mehr nachvollziehen.“ Es war die deutsche 

Ärzteschaft, die sich in der Politik mit ihren Forderungen nach einer 

bundeseinheitlichen Vergütung durchgesetzt hat. Nach den 

kürzlich veröffentlichten Zahlen 1. Quartal 2009 haben die 

schleswig-holsteinischen Ärzte durchschnittlich solide Zuwächse 

erhalten. Dietmar Katzer: „Es gibt vermutlich keine andere Berufsgruppe, 

die in den letzten Jahren derart hohe durchschnittliche Steigerungsraten 

hatte wie die der Ärzte.“ Der Zuwachs 2007 – 2009 liegt bundesweit bei 

rund 3,54 Mrd. Euro und für das Jahr 2010 werden die Ärzte neuerlich 

eine Honorarsteigerung erhalten. 

Katzer: „Wir verkennen nicht, dass die Honorarreform nicht bei allen 

Ärzten und Arztgruppen gleichermaßen angekommen ist.“ Deshalb 

fordert der vdek auch einen internen Ausgleich durch mehr Solidarität unter 

der Ärzteschaft. Katzer: „Wer allerdings immer nur nach mehr ruft, der 

muss auch erklären, wo das Geld letztlich herkommen soll. Eine 

Beitragserhöhung sowie flächendeckende Zusatzbeiträge würden immer 

zu Lasten der Versicherten gehen.“

Dietmar Katzer zur Studie: „Im Übrigen ist die Argumentation aus der 

Studie, unsere Ärzte bekommen auch deshalb weniger Geld da die 

Patientenzahlen gestiegen sind, so nicht haltbar. Zum einen ist im 

Zeitraum 2007 – 2009 auch die Zahl der Ärzte gestiegen. Zum 

anderen sollte man die Studie genauer prüfen und vor allem die 

Steigerung der Fallzahlen, die viele Ursachen haben kann, wesentlich 

differenzierter betrachten.“

Pressemitteilung


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