Schleswig-Holstein auf Impfung gegen die „Schweinegrippe“ gut vorbereitet

Kiel, 20.10.2009

Am 26. Oktober beginnen auch in Schleswig-Holstein die Impfungen 

gegen die Neue Influenza (die sog. „Schweinegrippe“). Gesundheits-

staatssekretär Dr. Olaf Bastian erklärte dazu: „Wir haben bislang fast 

700 offizielle Erkrankungsfälle allein in Schleswig-Holstein. Auch wenn 

diese in den allermeisten Fällen mild verlaufen sind, appelliere ich
eindringlich, sich impfen zu lassen. Dies gilt insbesondere für medi-

zinisches Personal mit vielen Krankenkontakten und für chronisch kranke 

Menschen. Bei Vorerkrankungen kann ein schwerer Erkrankungsverlauf 

nicht ausgeschlossen werden. Und auch die Gefahr,
dass das Virus sich verändert, ist nach wie vor gegeben“, so Bastian.
Sämtliche Rahmenbedingungen für die „Schweinegrippe“-Impfung haben 

Krankenkassen,Ärzteschaft und Gesundheitsministerium in einer Landes-

Impfvereinbarung festgelegt. Vor allem sollen medizinisches Personal, 

Schwangere und chronisch Kranke geimpft werden. Dazu zählen zum 

Beispiel Menschen mit:

- chronischen Herz-Kreislauf-, Leber- oder Nierenerkrankungen,
- Asthma oder chronischer Bronchitis,
- Diabetes oder anderen Stoffwechselkrankheiten,
- HIV-Infektionen oder anderen Krankheiten, die das Immunsystem 

  schwächen.
Polizisten und Feuerwehrleute sollen ebenfalls möglichst schnell geimpft 

werden. Im weiteren Verlauf können sich auch alle anderen Menschen 

gegen die „Schweinegrippe“ impfen lassen. Eine Impfpflicht besteht nicht. 

„Da die Menge des Serums zunächst begrenzt ist, kann die Verimpfung 

auch nur sukzessive erfolgen“, so Bastian. Vorrangig wird die Impfung 

von impferfahrenen, niedergelassenen Ärzten durchgeführt, die auch sonst 

Impfungen anbieten. Dies hat den Vorteil, dass in der Regel Vorerkrankung
und Risiken sowie vorrangig zu impfende Personen dem Arzt bereits bekannt 

sind. Der öffentliche Gesundheitsdienst sowie Betriebsärzte in Krankenhäusern 

und anderen Ministerium für Soziales, Gesundheit,
Familie, Jugend und Senioren des Landes Schleswig-Holstein

Einrichtungen beteiligen sich an der Durchführung. Die Impfung ist für die 

Patientinnen und Patienten kostenlos, auch eine Praxisgebühr fällt nicht an.
„Nur mit Hilfe der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte in Schleswig-Holstein 

können möglichst viele Menschen in kurzer Zeit erreicht werden“, erklärte die 

kommissarische Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung 

Schleswig-Holstein (KVSH), Ingeborg Kreuz. „Wir freuen uns daher sehr, dass 

sich fast 1.400 Hausärzte, Gynäkologen, Kinderärzte und Internisten bereit erklärt 

haben, diese Impfaktion zu unterstützen.“Die Kosten für die Impfung der gesetzlich 

Versicherten werden von der jeweiligen Krankenkasse übernommen. 

Der AOK-Vorstandsvorsitzende Dr. Dieter Paffrath: „Wir rechnen mit zusätzlichen 

Ausgaben von bis zu 25 Mio. Euro, wenn sich jeder dritte Schleswig- Holsteiner 

impfen lässt. Aber die möglichen Konsequenzen einer ungehinderten Ausbreitung 

sind gravierender - sowohl für die Gesundheit als auch für die Wirtschaft.“Das sieht 

auch Dietmar Katzer, Leiter der Landesvertretung der Ersatzkassen (vdek) so:
"Ich bin froh, dass es nach dreimonatigen Verhandlungen nunmehr gelungen 

ist, für Schleswig-Holstein diese Impfvereinbarung abzuschließen. Das kann 

unsere Versicherten vor dem Virus schützen.“ Katzer und Paffrath: „Wir bleiben 

aber bei unserer generellen Kritik, dass die Gefahrenabwehr einer Pandemie 

Aufgabe des Staates ist und die jetzt für Schleswig-Holstein entstehenden Kosten 

nicht im Gesundheitsfonds vorgesehen sind.“
Gemäß der Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) sollen 

Personen von 10 bis 60 Jahren zunächst nur einmal geimpft werden. Sobald 

weitere klinische Studien ausgewertet sind (voraussichtlich November 2009), wird 

entschieden, ob eine zweite Impfung erforderlich wird. Kinder unter 10 Jahren 

und Erwachsene über 60 Jahren müssen in jedem Fall zweimal geimpft werden, 

um einen ausreichenden Immunschutz aufzubauen. Der Mindestabstand zwischen 

den beiden Impfungen beträgt drei Wochen, maximal kann die zweite Impfung 

bis zu sechs Monate nach der ersten erfolgen. Auch zwischen Impfungen gegen 

die saisonale Influenza und die „Schweinegrippe“ sollten zwei Wochen liegen, 

um eventuell auftretende Nebenwirkungen zuordnen zu können. Der für Schleswig-

Holstein bestellte Impfstoff gegen die „Schweinegrippe“ hat sämtliche Zulassungen 

und Tests erfolgreich absolviert. In den Tests hat sich gezeigt, dass das Serum sicher, 

wirksam und gut verträglich ist. Auftretende Nebenwirkungen können im
Vergleich zu Impfungen gegen die saisonale Grippe jedoch etwas stärker ausfallen.
Weitere Informationen und Hinweise finden Sie unter 

www.neuegrippe.schleswig-holstein.de sowie unter www.neuegrippe.bund.de 

und www.rki.de

Oder am Bürgertelefon unter 0431 - 160 66 66 (täglich von 8 bis 15 Uhr erreichbar).

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Oliver Breuer, Ministerium für Soziales, Gesundheit, Familie, Jugend und Senioren,
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