Einigung über Basisfallwert 2010 

Selbstverwaltung im Norden funktioniert

Kiel, 15.12.2009

Kiel. Der Landesbasisfallwert 2010 für Schleswig-Holstein steht jetzt 

fest. Krankenhausgesellschaft und die Verbände der Krankenkassen 

sowie der privaten Krankenversicherung haben sich für das kommende 

Jahr auf einen Wert von 2 855,49 Euro verständigt. Zur Zeit beträgt der
Landesbasisfallwert 2 777 Euro. Mit dem Landesbasisfallwert werden 

rund 80 Prozent aller Krankenhausleistungen bewertet. Der Rest entfällt 

auf spezielle Sonderleistungen und auf psychiatrische Behandlungen.

Für den Geschäftsführer der KGSH, Bernd Krämer, hat die Selbstverwaltung 

von Kassen und Krankenhäusern damit ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis 

gestellt. "Besonders froh sind wir, dass der Basisfallwert 2010 noch 

rechtzeitig vor dem Jahreswechsel vereinbart werden konnte. Damit erhalten
die Kliniken im Land Planungssicherheit", erläutert Krämer.

Klare Verhältnisse für 2010 sind auch für die Krankenkassen vorteilhaft, 

wie der Leiter des Ersatzkassenverbandes in Kiel, Dietmar Katzer 

erklärt. "Damit können unsere Mitgliedskassen zuverlässiger als in den 

Vorjahren planen." Durch die in den letzten Jahren sehr schwierigen 

Verhandlungen über den Landesbasisfallwert konnten die Budgets für 

die einzelnen Krankenhäuser erst sehr spät vereinbart werden. 

„Mit dem neuen Landesbasisfallwert sind die Konditionen für die Vorhaltung 

eines qualitativ guten Krankenhausangebots im Jahr 2010 nunmehr für 

beide Seiten zufriedenstellend fixiert“, so Dr. Dieter Paffrath, 

Vorstandsvorsitzender der AOK Schleswig-Holstein.

Der neue Basisfallwert enthält einen ersten Schritt zur gesetzlich 

vorgegebenen Anpassung an den bundesweiten Durchschnittswert. 

Schleswig-Holstein hat bislang den bundesweit niedrigsten (wirtschaftlichsten)
Basisfallwert. Ab 2010 startet für fünf Jahre die Anpassung an den 

Bundesdurchschnittswert. „Für die Kliniken im Norden sei diese Anpassung 

längst überfällig gewesen, aber bei weitem noch nicht ausreichend“, so Krämer.

Insgesamt sind die Beteiligten aber einig in der Bewertung des erzielten 

Verhandlungsergebnisses als tragfähiger Kompromiss, der alle Seiten  

gleichermaßen belastet.

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Jens-Peter Krüger, vdek Schleswig-Holstein, Telefon: 0431 / 97 44 116
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