„Das ist keine Reform des Gesundheitswesens“

Kiel, 06.07.2010

Die heute bekanntgewordenen Planungen der Bundesregierung 

zur Reform des Gesundheitswesens werden vom Verband der 

Ersatzkassen e. V. (vdek) in Schleswig-Holstein scharf kritisiert. 

Dazu der Leiter der vdek Landesvertretung Dietmar Katzer: 

„Das ist keinesfalls die im Koalitionsvertrag verabredete 

Gesundheitsreform sondern nur das notwendige Finanzie-

rungspaket mit Spar- und Belastungsvorschlägen.“ Aber 

auch das muss differenziert betrachtet werden. Katzer: 

„Richtig sparen sieht anders aus.“

Obwohl die Maßnahmen gegenüber der Pharmaindustrie, 

den Arzthonoraren und den Krankenhausausgaben in die 

richtige Richtung weisen, werden die Versicherten hingegen

– nach Angaben des vdek – gleich drei mal belastet. Katzer: 

„Das ist der falsche Weg. Unsere 51 Millionen Versicherten 

zahlen schon heute einen um 0,9 Prozent höheren Beitrag 

als die Arbeitgeber; ab dem 1.1.2011 kommen weitere 

0,3 Prozent hinzu und der individuelle Zusatzbeitrag steigt 

deutlich an.“ Nach Einschätzung des vdek stimmt bei diesem 

Paket die Balance nicht mehr. Werden die Arbeitgeberbeiträge 

eingefroren, zahlen die Versicherten in Zukunft den medizinischen 

Fortschritt mehr und mehr alleine. Belas-tungsgrenzen kann der 

Gesetzgeber – wie man jetzt sieht – jederzeit ändern.

Pressemitteilung


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