Diskussion um die Krankenhausfinanzierung in Schleswig-Holstein entzaubern

Kiel, 09.09.2010 – Vor der anhaltenden Diskussion über die Höhe des sogenannten Basis-fallwertes für die 84 Krankenhäuser im Lande stellt der Verband der Er-satzkassen e. V. (vdek) fest, dass diese Diskussion in die falsche Rich-tung gehe.

Die Krankenhäuser erhalten keineswegs weniger Geld; vielmehr sei rich-tig, dass die Ausgaben der Gesetzlichen Krankenkassen für die Kranken-häuser jedes Jahr weiter zunehmen. Während die Grundlohnsumme, aus der sich die Einnahmen der Krankenkassen generieren, in 2009 um 1,41 Prozent gestiegen ist, betrug die Steigerungsrate für die Krankenhäuser rund 6 Prozent. „Für 2010 wird die Steigerungsrate für die Krankenhäu-ser noch einmal um weitere 5 Prozent zulegen, während ein Zuwachs bei der Grundlohnsumme um 1,5 Prozent erwartet wird“, so Dietmar Katzer, Leiter der vdek-Landesvertretung Schleswig-Holstein. Katzer weist wei-terhin darauf hin, „dass entsprechend der bis 2015 geltenden Konver-genzregel die Krankenhäuser in diesem Zeitraum jährlich mindestens 10 Millionen Euro zusätzlich zu der Veränderungsrate in Schleswig-Holstein erhalten“.

Für die Finanzierung der Krankenhausversorgung in Schleswig-Holstein besteht für 2009/2010 ein Krankenhaus-Gesamtbudget seitens der Krankenkassen in Höhe von 1,84 Milliarden Euro. Dieses setzt sich zu-sammen aus: ca. 1,6 Milliarden Euro Krankenhaus-DRG-Budget sowie ca. 240 Millionen Euro für den Bereich der Psychiatrie.

Die nun vom Bundesgesundheitsministerium geplante Streichung der dauerhaften Etablierung einer Konvergenz zu bundeseinheitlichen Kran-kenhauspreisen ab 2015 wird vom vdek begrüßt. „Wir begrüßen für die Versichertengemeinschaft einen gewissen Preiswettbewerb zwischen den Ländern. Schließlich sind die Kostenstrukturen zwischen den Bundeslän-dern auch unterschiedlich“, so Katzer abschließend

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