Jetzt in ganz Schleswig-Holstein:

Palliativpatienten zu Hause gut versorgt Krankenkassen schlossen letzten Vertrag zur Spezialisierten Ambulanten Palliativversorgung

Kiel, 08.10.2010

Kiel. Die professionelle Versorgung von Schwerstkranken und Sterbenden in der 

häuslichen Umgebung in Schleswig-Holstein ist jetzt landesweit sichergestellt. Mit 

Ausnahme der Betriebskrankenkassen schlossen alle anderen gesetzlichen 

Krankenkassen den letzten Versorgungsvertrag mit dem Palliativ-Care-Team ‚

24 Rendsburg-Eckernförde/Pflege LebensNah gGmbH’. „Wir haben damit beste 

Voraussetzungen geschaffen, dass alle unheilbar kranken Menschen in Schleswig-

Holstein auf Wunsch in der familiären häuslichen Umgebung professionell
betreut und in Geborgenheit die letzte Lebenszeit mit ihren Angehörigen verbringen
können“, so Dr. Dieter Paffrath, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der AOK 

NORDWEST. Landes-Gesundheitsminister Dr. Heiner Garg lobte das Engagement der

Beteiligten. „Ihnen gilt mein größter Respekt und Dank. Sie leisten einen sehr 

persönlichen und anspruchsvollen Einsatz für andere Menschen. Es ist erfreulich, 

dass Patienten und Angehörige jetzt landesweit von Ihrer Hilfe und Erfahrung 

profitieren können.“ Das Land hatte den Aufbau der Strukturen mitfinanziert. 

Die Umsetzung konnte nur deshalb so rasch realisiert werden, weil die Leistungser-

bringer in den vorher weitestgehend ehrenamtlichen Strukturen auch als künftige 

Netzpartner gewonnen werden konnten. Nach Aussage von Dietmar Katzer, Leiter 

des Ersatzkassenverbandes (vdek) in Schleswig-Holstein, wurde das neue Beratungs- 

und Betreuungsangebot vor Ort bisher gut angenommen und in den ersten achten 

Monaten dieses Jahres von landesweit über 620 Patienten genutzt. „Das freut uns
sehr und spornt uns an, unser gemeinsames Engagement zum Wohle unserer 

Versicherten fortzusetzen“, so Katzer.

Viele schwerstkranke Patienten haben den Wunsch, nach Möglichkeit nicht im 

Krankenhaus, Pflegeheim oder einer Hospizeinrichtung, sondern zuhause im Kreise 

der Familie zu sterben. Das erfordert  allerdings eine besonders aufwändige, 

spezialisierte und fachübergreifende Versorgung. Unter Federführung des 

Ersatzkassenverbands und der AOK wurden in den vergangenen zwei Jahren landesweit
insgesamt 9 Verträge zur so genannten Spezialisierten Ambulanten Palliativversorgung
(SAPV) mit regionalen Palliativ-Care-Teams (PCT) verhandelt und abgeschlossen.
Das Versorgungsangebot erfüllt hohe Qualitätsstandards und besteht aus einem 

Netzwerk von verschiedenen Leistungserbringern. Dazu gehören vor allem besonders 

qualifizierte Ärzte und Pflegefachkräfte. Hinzu kommen Kooperationen zum Beispiel 

mit Krankenhäusern sowie ambulanten Hospizdiensten, Altenheimen, Sozialarbeitern, 

Apotheken und Sanitätshäusern. Die PCT sind 24- Stunden täglich erreichbar und 

koordinieren die individuelle medizinische und pflegerische Behandlung und Betreuung 

in enger Absprache mit dem Betroffenen und deren Angehörigen. Die Leistungen
durch die SAPV werden vom Haus-, Fach- oder Krankenhausarzt verordnet und zügig von den
Krankenkassen genehmigt.

Gesprächspartner für die Presse:
Jens Kuschel, AOK NORDWEST, Tel. 0431 605-1171, E-Mail: presse@nw.aok.de
Thomas Neldner, vdek, Tel. 0431 9744116, E-Mail: Thomas.Neldner@vdek.com
Christian Kohl, Sozialministerium, Tel. 0431 988 5317, E-Mail: Christian.Kohl@sozmi.landsh.de

Ansprechpartner: 

vdek Landesvertretung Schleswig-Holstein, Thomas Neldner, 

Tel.: 0431 / 97441-16; E-Mail:thomas.neldner@vdek.com

AOK Schleswig-Holstein, Jens Kuschel, Tel.: 0431 / 605-1171; E-Mail: presse@sh.aok.de

Pressemitteilung