Schleswig-Holstein beantragt Fördermittel aus dem Krankenhausstrukturfonds

Heute endet die Antragsfrist beim Bundesversicherungsamt für eine Förderung aus dem Krankenhaus-Strukturfonds. Für Maßnahmen zur Konzentration und zum Abbau von Klinikbetten steht bundesweit eine Milliarde Euro zur Verfügung - davon entfallen anteilig gut 33,7 Millionen Euro auf Schleswig-Holstein.

Die Förderung kommt zur Hälfte aus dem Gesundheitsfonds und zur Hälfte von den jeweiligen Bundesländern, die diese Mittel zusätzlich zur üblichen Förderung nach dem Krankenhausfinanzierungsgesetz bereitstellen müssen.

Projekte in Nordfriesland und Ostholstein

Der Antrag aus Nordfriesland hat ein Volumen von rund 7,7 Millionen Euro und beinhaltet Maßnahmen zur Konzentration in Husum. Das betrifft sowohl die Betten des mittlerweile geschlossenen Klinikstandortes in Tönning als auch die Verlagerung der Gynäkologie und Geburtshilfe von Niebüll nach Husum.

Das Strukturprojekt in Ostholstein betrifft vier Krankenhäuser. Zentraler Bestandteil ist die Schließung des Krankenhauses in Middelburg, das das Sana Klinikum Ostholstein gerade vom Deutschen Roten Kreuz übernommen hat. Die neurologischen Betten aus Middelburg sollen an den Sana-Standort in Lübeck verlagert werden. Die geriatrische Versorgung im Kreis wird künftig in Eutin konzentriert. Dabei kooperieren das Sana Klinikum Ostholstein und das St. Elisabeth Krankenhaus ebenso wie im Bereich der Palliativmedizin. Der Gesamtbetrag für dieses Maßnahmenpaket beläuft sich auf rund 51 Millionen Euro. Hierfür können 26 Millionen aus dem Strukturfonds beantragt werden. Darüber hinaus unterstützt das Land die Investitionen mit gesonderten Mitteln.

Hintergrund

Da der Gesundheitsfonds zum größten Teil aus den Mitgliedsbeiträgen der gesetzlich Krankenversicherten gespeist wird, müssen die Krankenkassenverbände in den Bundesländern den Anträgen zustimmen, bevor das Land sie an das Bundesversicherungsamt schickt. In Schleswig-Holstein waren die Krankenkassenverbände eng in die Bewertung der eingereichten Projektskizzen einbezogen und unterstützen die eingereichten Anträge, weil deren Umsetzung zu einer Verbesserung der Krankenhausstruktur in Schleswig-Holstein beiträgt.

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