Vergütung

Vergütungsvereinbarungen und  Honorarverteilungsmaßstab

Die Ersatzkassen und ihr Verband (vdek) gewährleisten zusammen mit der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein (KZV-SH) die Versorgung ihrer Versicherten mit vertragszahnärztlichen Leistungen. Die Zahl der zugelassenen Zahnärzte und Kieferorthopäden ist in den vergangenen Jahren annähernd konstant geblieben. Nach der aktuellen Bedarfsplanung nahmen im Dezember 2018 in Schleswig-Holstein 1905 Zahnärzte und 148 Kieferorthopäden an der vertragszahnärztlichen Versorgung teil.

Neben den Niedergelassenen Zahnärzten und Kieferorthopäden ist auch die zahnärztliche Hochschulambulanz des UKSH in Kiel über entsprechende Verträge mit der vdek-Landesvertretung in die zahnärztliche Versorgung in Schleswig-Holstein eingebunden.

Ausgaben für die zahnärztliche Versorgung

Ausgaben Zahnärztliche Versorgung

Quelle: eigene Daten

Vergütung der zahnärztlichen Leistungen

Die Landesvertretung des vdek schließt für ihre Mitgliedskassen mit der Kassenzahnärztlichen Vereinigung alljährlich Vergütungsvereinbarungen ab. In diesen Vereinbarungen wird die Vergütungshöhe für die zahnärztlichen Leistungen an Ersatzkassen-Versicherten geregelt. Sie umfassen beispielsweise die Versorgung mit Füllungen und Schienen, aber auch parodontische sowie kieferorthopädische Leistungen. Nicht dabei sind allerdings die Leistungen für Zahnersatz, da in diesem Bereich die Regelungen einheitlich auf der Bundesebene getroffen werden.

Die Honorarbemessung erfolgt in Schleswig-Holstein über versichertenbezogene Kopfpauschalen, die für jede Ersatzkasse individuell vereinbart sind. Neben der jährlichen Anpassung der Kopfpauschalen, die im Rahmen der Vertragsgestaltung mit der KZV-SH stattfindet, hat somit auch die Versichertenentwicklung der Ersatzkassen einen maßgeblichen Einfluss auf die Gesamtvergütung in diesem Bereich. Im Jahr 2019 haben die Ersatzkassen Honorare in Höhe von über 191 Millionen Euro an die KZV-SH gezahlt. Die Verteilung der Honorare an die einzelnen Zahnärzte erfolgt durch die KZV-SH über den so genannten Honorarverteilungsmaßstab.