Der vdek-Hospizlotse ist online

Neues Suchportal informiert bundesweit über Hospiz- und Palliativangebote

Screenshot Webseite Hospizlotse mit Grabpflanze

Screenshot der Webseite www.hospizlotse.de

Der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) hat das Suchportal www.hospizlotse.de gestartet. Die Website soll sterbenskranke Menschen und ihre Angehörigen bei der Suche nach geeigneten Hospiz- und Palliativangeboten unterstützen. Das Portal verzeichnet mehr als 1.000 ambulante Hospizdienste, rund 260 stationäre Hospize für Erwachsene und 19 stationäre Kinder- und Jugendhospize mit insgesamt rund 2.500 Plätzen. Darüber hinaus sind mehr als 350 Leistungserbringer der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV) in der Datenbank des Lotsen hinterlegt. Mit dem Hospizlotsen bauen die Ersatzkassen ihr Angebot an Suchportalen weiter aus. Bislang betreibt der vdek einen Arztlotsen, einen Kliniklotsen und einen Pflegelotsen.

„Der Hospizlotse gibt Orientierung in einer Ausnahmesituation“, betonte die vdek-Vorstandsvorsitzende Ulrike Elsner. „Sich auf den Abschied eines nahestehenden Angehörigen vorbereiten oder sich mit dem eigenen Tod und Sterben auseinandersetzen zu müssen, kostet viel Kraft. Mit unserem Suchportal hoffen wir, hier ein wenig Entlastung zu bieten. Damit ergänzen wir das bestehende Beratungsangebot der Ersatzkassen für Betroffene und ihre Angehörigen.“

Leicht bedienbare Suchmaschine

Der vdek-Hospizlotse ist eine leicht bedienbare Suchmaschine. Nutzer des Portals wählen zunächst zwischen ambulanten Hospizdiensten, stationären Hospizen und SAPV-Leistungserbringern. Nach der Eingabe von Postleitzahl und Wohnort werden dann Anschrift, Entfernung und Kontaktdaten der nächstgelegenen Einrichtungen bzw. Leistungserbringer angezeigt. Die Website beinhaltet darüber hinaus einen Fragen- und Antworten-Katalog zum Thema, ein Glossar erläutert alle wichtigen Begriffe. Ersatzkassenversicherte, die weitere Fragen zur Hospizversorgung haben, können sich darüber hinaus natürlich auch telefonisch über die jeweilige Service-Rufnummer an ihre Ersatzkasse wenden.

Krankenkassen bauen Engagement im Bereich Hospizarbeit aus

Die gesetzlichen Krankenkassen engagieren sich seit vielen Jahren verstärkt im Bereich der Hospiz- und Palliativversorgung. Unter anderem haben sie die Fördersumme für Personal- und Sachkosten von ambulanten Hospizdiensten zwischen 2010 und 2017 mehr als verdoppelt. Hauptförderer waren 2017 mit rund 31 Millionen Euro die Ersatzkassen. Zudem unterstützen die gesetzlichen Krankenkassen besonders die Arbeit von Kinderhospizen: Derzeit 19 Einrichtungen mit insgesamt 211 Plätzen erhalten seit 2017 Vergütungen für zusätzliches Personal sowie eine kind- bzw. familiengerechte Unterstützung. Für die spezialisierte ambulante Palliativversorgung gaben die gesetzlichen Krankenkassen 2017 rund 369 Millionen Euro aus. Dies sind 46 Millionen Euro mehr als im Vorjahr.

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