Ersatzkassen: 209 besondere Versorgungsverträge in Berlin

Bundesweit unterwegs, mit vielen regionalen Angeboten

Die Ersatzkassen in Berlin sind an 209 besonderen Versorgungsverträgen beteiligt, die über die üblichen Leistungen einer Krankenkasse hinausgehen (z. B. integrierte Versorgungsverträge oder Verträge im Rahmen des Innovationsfonds). Das zusätzliche regionale Versorgungsangebot umfasst in Berlin 17 Krankheitsbilder, etwa zu Diabetes, Onkologie oder Rheuma. „Die Ersatzkassen sind bundesweit ausgerichtet und regional stark aufgestellt“, sagt Michael Domrös, Leiter des Verbands der Ersatzkassen (vdek) in Berlin/Brandenburg. 

Die videobasierte Parkinsonversorgung der Charité ist etwa ein Beispiel für einen besonderen Versorgungsvertrag. Die Charité und niedergelassene Neurologen behandeln die Patienten gemeinsam, um die Medikationseinstellung möglichst frühzeitig zu verbessern. 

Ebenfalls an der Charité ist ein Versorgungsmodell für den ambulanten Alkoholentzug angesiedelt, bei dem auch gegebenenfalls eine qualifizierte Alkoholentgiftung vorgenommen werden kann. 

Bei KORE-Innovation arbeiten die Charité und das Klinikum Essen gemeinsam an der Verringerung von Komplikationen bei der Behandlung von Patientinnen mit Eierstockkrebs. 

Der wesentliche Teil der gesundheitlichen Versorgung wird zu 97 Prozent kassenartübergreifend festgelegt, sodass alle Krankenkassen den Löwenanteil der Leistungen gleichermaßen übernehmen. Die Kassen können darüber hinaus weitergehende Leistungsangebote bereitstellen, um etwa auf regionale Besonderheiten einzugehen. Bundesweit sind die Ersatzkassen an 1.380 besonderen Versorgungsverträgen beteiligt.  

„Die AOK betont im Zuge der aktuellen gesundheitspolitischen Diskussion ihren ausgeprägten regionalen Bezug. Mit Blick auf das Versorgungsangebot läuft diese Argumentation ins Leere“, so Domrös weiter.

Pressemitteilung zum Download regionalstark Berlin (PDF, 46 kB)

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Robert Deg
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