Immer weniger Organspender in Berlin

Berlin - Am 4. Juni ist Tag der Organspende. Die Zahl der Organspender ist in Berlin erneut gesunken. Nach Angaben der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) wurden 2021 in Berlin von 49 Spenderinnen und Spendern 135 Organe entnommen. 2020 waren es noch 52 Spenderinnen und Spender sowie 161 Organe.

Marina Rudolph, Leiterin der Landesvertretung Berlin/Brandenburg des Verbands der Ersatzkassen e.V. (vdek), betont: „Eine Entscheidung für oder gegen eine Spende ist von großer Bedeutung – schon um die eigenen Angehörigen aus einer schweren Verantwortung zu entlassen. Doch nur die wenigsten Menschen haben ihren entsprechenden Willen in einem Organspendeausweis dokumentiert. Dabei ist es wichtig, sich zu Lebzeiten mit der Frage auseinanderzusetzen und Klarheit zu schaffen, ob die Bereitschaft zur Organspende besteht.“

Insgesamt gibt es in Deutschland viel zu wenig Spenderorgane für schwerkranke Patienten. Zwar steht eine große Mehrheit der Bevölkerung der Organspende grundsätzlich positiv gegenüber, aber es besitzt nur etwa ein Drittel der Deutschen einen Organspendeausweis.

Die Kampagne der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) „Entscheide dich!“ hat zum Ziel, möglichst viele Menschen dazu zu motivieren, sich mit dem Thema Organspende zu befassen. „Jeder von uns sollte sich informieren, eine persönliche sowie selbstbestimmte Entscheidung treffen und diese auch dokumentieren - zum Beispiel in einem Organspendeausweis“, so Marina Rudolph.

Kontakt

Julia Aring
Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek)
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