Für ein neues Projektvorhaben zum Handlungsfeld bzw. Querschnittthema Klima und Gesundheit in Berliner Quartieren ist durch die ARGE GKV-Bündnis eine Förderung bewilligt worden. Das Vorhaben „Hitzehelfer*innen Berlin – Hitzenetzwerke in Quartieren stärken“, welches von KLUG - Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit e. V. durchgeführt wird, soll lokale Unterstützungsstrukturen stärken, Multiplikatorinnen und Multiplikatoren qualifizieren und insbesondere ältere, alleinlebende Menschen während Hitzeperioden besser erreichen und schützen.
Hitzeschutz setzt an bestehenden Strukturen an
Das Vorhaben ist in der Lebenswelt Quartier bzw. den Sozialräumen und Communities in Reinickendorf, Steglitz-Zehlendorf und Treptow-Köpenick verortet und setzt an bestehenden Strukturen der regionalen sozialen Infrastruktur an. Eingebunden werden sollen unter anderem Einrichtungen wie Gemeinde- und Nachbarschaftszentren, Beratungsstellen, Pflegestrukturen und weitere lokale Akteure. Das Projekt knüpft an bestehende Strukturen und Aktivitäten an und verfolgt das Ziel, während der dreijährigen Projektlaufzeit nachhaltige Hitzeschutzstrukturen für ältere Menschen sowie weitere vulnerable Bevölkerungsgruppen aufzubauen und langfristig zu verankern.
Aufbau lokaler Hitzeschutznetzwerke
Das Vorhaben verbindet dabei ganzheitliche Ansätze der Gesundheitsförderung und Prävention: Im Mittelpunkt stehen der Aufbau und die Stärkung lokaler Hitzeschutznetzwerke, die Qualifizierung von Fachkräften und ehrenamtlich Engagierten, die Umsetzung abgeleiteter bedarfs- und lebensweltbezogener Interventionen sowie die Entwicklung und Bereitstellung praxisnaher Informationsmaterialien, um die Hitzekompetenz aller Beteiligten zu stärken. Geplant sind hierfür unter anderem Schulungen, bezirkliche und bezirksübergreifende Austauschformate sowie Maßnahmen zur nachhaltigen Verankerung des Hitzeschutzes in die bestehenden Strukturen. Langfristig soll das Querschnittthema Klima (Hitze) und Gesundheit als fester Bestandteil sozialräumlicher Netzwerke, Kooperationen und Angebote etabliert werden.
Klima und Gesundheit als Handlungsschwerpunkt
„Mit der Förderung setzen die gesetzlichen Krankenkassen in Berlin ein wichtiges gesundheitspolitisches Signal. Erstmals wird ein eigenständiges Projekt im Handlungsschwerpunkt Klima und Gesundheit gefördert. Das Vorhaben leistet einen innovativen Beitrag, um den gesundheitlichen Folgen zunehmender Hitzebelastungen wirksam und nachhaltig zu begegnen. Besonders überzeugt hat uns der lebensweltorientierte Ansatz: Durch die enge Vernetzung lokaler Akteure und die niedrigschwellige Ansprache besonders gefährdeter Menschen werden genau diejenigen erreicht, die bei Hitze besonderen Schutz benötigen“, sagt Rebecca Zeljar, Leiterin der vdek-Landesvertretung Berlin/Brandenburg sowie Geschäftsführung der ARGE GKV-Bündnis in Berlin.
Kontakt
Volker Berg
Referent Politik und Kommunikation
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