Impfungen zählen zu den effektivsten und sichersten Maßnahmen der Gesundheitsvorsorge. Im Rahmen der Europäischen Impfwoche vom 19. bis 25. April 2026 appelliert der vdek Berlin/Brandenburg an alle Bürgerinnen und Bürger, ihren Impfschutz zu überprüfen und bestehende Impflücken konsequent zu schließen. In diesem Jahr steht die Aktionswoche unter dem Motto „Impfungen wirken in jeder Generation“.
„Impfungen bieten einen verlässlichen Schutz vor schweren Infektionskrankheiten – und zwar ein Leben lang. Wer sich impfen lässt, handelt verantwortungsbewusst gegenüber sich selbst und seinem Umfeld“, betont Rebecca Zeljar, Leiterin der vdek-Landesvertretung Berlin/Brandenburg. „Vor dem Hintergrund steigender Infektionsrisiken ist es besonders wichtig, die Impfquoten in allen Altersgruppen weiter zu verbessern und zu erhöhen.“
Eine hohe Impfquote ist entscheidend, um die Ausbreitung gefährlicher Krankheiten wie Masern, Polio oder Diphtherie einzudämmen. Nur wenn ausreichend viele Menschen geimpft sind, kann ein wirksamer Gemeinschaftsschutz erreicht werden.
HPV-Impfung schützt vor Krebs
Besonderen Handlungsbedarf sieht der vdek bei der Impfung gegen Humane Papillomviren (HPV). Diese Viren sind Auslöser verschiedener Krebserkrankungen, insbesondere von Gebärmutterhalskrebs sowie Tumoren im Mund- und Rachenraum.
Die Impfung bietet einen wirksamen Schutz, wenn sie frühzeitig erfolgt. „Die HPV-Impfung ist eine wichtige Maßnahme der Krebsprävention. Sie sollte konsequent im Kindes- und Jugendalter wahrgenommen werden“, so Zeljar.
Impfquoten deutlich steigern
Die Weltgesundheitsorganisation hat das Ziel formuliert, bis 2030 mindestens 90 Prozent der Kinder bis zum 15. Lebensjahr gegen HPV zu impfen. Deutschland liegt aktuell deutlich darunter: Nur rund 55 Prozent der Mädchen und 36 Prozent der Jungen sind vollständig geimpft.
Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die HPV-Impfung für Mädchen und Jungen im Alter von 9 bis 14 Jahren. Versäumte Impfungen sollten spätestens bis zum 17. Lebensjahr nachgeholt werden. Auch Erwachsene können von einer Impfung profitieren, wenngleich der Schutz dann geringer ausfällt.
Um die Impfquoten nachhaltig zu erhöhen, braucht es eine gemeinsame Anstrengung aller Beteiligten. Neben Ärztinnen und Ärzten sind insbesondere Eltern, Bildungseinrichtungen sowie politische Akteurinnen und Akteure gefragt, über Impfungen aufzuklären und den Zugang zu Impfangeboten zu erleichtern.
Die Europäische Impfwoche wird jährlich von der Weltgesundheitsorganisation organisiert und richtet sich an die Öffentlichkeit, Fachkreise und politische Entscheidungsträger. Ziel ist es, die Bedeutung von Impfungen stärker ins Bewusstsein zu rücken und Impflücken zu schließen.
Weitere Informationen zur Europäischen Impfwoche:
https://www.who.int/europe/de/news-room/events/item/2026/04/19/default-calendar/european-immunization-week-2026
Kontakt
Volker Berg
Referent Politik und Kommunikation
E-Mail: lv-berlin.brandenburg@vdek.com
Telefon: + 49 (0) 30 - 25 37 74 - 0