Preis der Sozialen Selbstverwaltung

vdek verleiht Zukunftspreis 2026 – 2. Platz geht nach Berlin

„Gesundheit für alle Geschlechter – gendersensible Versorgung gezielt stärken“ war das Thema des diesjährigen Zukunftspreises, den der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) jedes Jahr vergibt. Am 7. Oktober 2026 wurden die drei Preisträger:innen im Rahmen des „vdek-Zukunftsforums“ mit dem vdek-Zukunftspreis 2026 ausgezeichnet.

Der zweite Platz des vdek-Zukunftspreises 2026 geht nach Berlin: Ausgezeichnet wird das Projekt GEND-QUIT-LCS der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Das Projekt entwickelt geschlechtersensible Strategien zur Raucherentwöhnung und untersucht, wie diese in das Lungenkrebsscreening integriert werden können. Der zweite Platz ist mit 8.000 Euro dotiert.

„Wirksame Unterstützung bei der Raucherentwöhnung hilft, Krankheiten vorzubeugen und die Gesundheit nachhaltig zu fördern. GEND-QUIT-LCS setzt genau hier an und verbindet Prävention mit einem geschlechtersensiblen Ansatz. Ich freue mich sehr, dass der zweite Platz des vdek-Zukunftspreises in diesem Jahr nach Berlin geht“, sagt Rebecca Zeljar, Leiterin der vdek-Landesvertretung Berlin/Brandenburg.

Geschlechtersensible Raucherentwöhnung

Rauchverhalten und Tabakabhängigkeit werden durch biologische, psychologische und soziale Faktoren beeinflusst. Auch bei der Wahrnehmung gesundheitlicher Risiken und der Nutzung von Präventionsangeboten können Unterschiede bestehen. Hinzu kommen unterschiedliche Lebensbedingungen, soziale Rollen und mögliche Zugangsbarrieren zur gesundheitlichen Versorgung.

Hier setzt GEND-QUIT-LCS an: Das Projekt will unterschiedliche Einflussfaktoren auf Rauchverhalten und Tabakentwöhnung berücksichtigen und Menschen gezielter auf ihrem Weg in ein rauchfreies Leben unterstützen.

Früherkennung und Prävention verbinden

GEND-QUIT-LCS entwickelt evidenzbasierte, geschlechtersensible Maßnahmen zur Raucherentwöhnung und erprobt, wie diese in die Abläufe des Lungenkrebsscreenings integriert werden können. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Praxisnähe: Die entwickelten Ansätze sollen sich in bestehende Versorgungsstrukturen einbinden lassen.

Das Lungenkrebsscreening bietet dafür einen geeigneten Ansatzpunkt: Es erreicht Menschen mit einem erhöhten Lungenkrebsrisiko und damit eine Personengruppe, die besonders von wirksamen Angeboten zur Tabakentwöhnung profitieren kann. Werden Früherkennung und Prävention miteinander verbunden, können Gesundheitsrisiken gezielt und nachhaltig reduziert werden.

Über den vdek-Zukunftspreis

Seit 2010 ist der vdek-Zukunftspreis eine Initiative der Sozialen Selbstverwaltung bei den Ersatzkassen. Mit dem Preis unterstützen die ehrenamtlichen Vertreterinnen und Vertreter der Versicherten und Arbeitgeber bei den Ersatzkassen Projekte und Ideen, die zur Verbesserung der gesundheitlichen Versorgung beitragen. Der vdek-Zukunftspreis 2026 steht unter dem Motto „Gesundheit für alle Geschlechter – gendersensible Versorgung gezielt stärken“. Gesucht wurden Projekte und Ideen, die unterschiedliche Herausforderungen und Bedürfnisse der Geschlechter in Prävention, Diagnostik und Therapie berücksichtigen.