Die gesetzlichen Krankenkassen fördern die Selbsthilfe in Brandenburg mit über 1,5 Millionen Euro

Die gesetzlichen Krankenkassen in Brandenburg haben in 2022 die gesundheitsbezogene Selbsthilfe mit 1.506.469 Millionen Euro gefördert. Damit unterstützen sie Engagement und Eigeninitiative der Akteure in der vielfältigen Selbsthilfearbeit zum Wohle chronisch Kranker und deren Angehörigen. „Der Fördersumme für gesundheitsbezogene Selbsthilfe steht in Brandenburg ein riesiges Engagement vieler Betroffener gegenüber. Selbsthilfeinstitutionen sind eine wichtige Säule in unserem Gesundheitssystem und von unschätzbarem Wert für unser Gemein- und Gesundheitswesen“, erklärte Marina Rudolph, Leiterin der Landesvertretung Berlin/Brandenburg des Verbands der Ersatzkassen e.V. (vdek).

464 Selbsthilfegruppen wurden auf Antrag mit fast 279.000 Euro gefördert. Betroffene und ihre Angehörigen schließen sich hier in Eigeninitiative zusammen, um durch direkten Austausch und gegenseitige Hilfen die Folgen chronischer Erkrankungen zu meistern.

Für die vielfältigen Aufgaben der 18 Landesorganisationen der Selbsthilfe stellten die gesetzlichen Krankenkassen 2022 weitere 623.117 Euro zur Verfügung. Landesorganisationen vernetzen Selbsthilfegruppen zu bestimmten Krankheitsbildern. Sie organisieren Schulungen, Seminare und Konferenzen für ihre Mitglieder, erstellen Informationsmaterialien und nehmen als Interessenvertretung der Selbsthilfe Stellung zu gesundheits- und sozialpolitischen Themen.

Neben den Selbsthilfegruppen und den Landesorganisationen wurde auch die wichtige Arbeit der 22 Selbsthilfekontaktstellen von den gesetzlichen Krankenkassen 2022 in Höhe von fast 605.000 Euro finanziell unterstützt. Kontaktstellen unterstützen Selbsthilfegruppen vor Ort bei der Gründung und in der täglichen Arbeit. Sie vermitteln Betroffenen den Kontakt zu geeigneten Gruppen und bieten Schulungen an. Gleichzeitig fördern die Kontaktstellen die Kooperation der Selbsthilfegruppen untereinander sowie die Zusammenarbeit mit Ärzt:innen, Apotheken, Kliniken und weiteren Akteuren des Gesundheitswesens.

Mit der Bewilligung der oben genannten Beträge ist das Förderjahr 2022 für die kassenartenübergreifende Pauschalförderung abgeschlossen. In 2022 wurden pandemiebedingt erneut auch digitale Formate unbürokratisch gefördert. Damit war es vielen Gruppen möglich, sich trotz Einhaltung der Kontaktbeschränkungen weiterhin zu treffen.

Informationen zum Thema Selbsthilfeförderung und die aktuellen Antragsformulare sind abrufbar unter

www.vdek.com/LVen/BERBRA/Vertragspartner/Selbsthilfe_/Brandenburg.html

Antje Harms, Referentin Grundsatzfragen, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Landesvertretung Berlin/Brandenburg

Pressesprecherin der Landesvertretung

Antje Harms

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