Am 6. Juni wird bundesweit der Tag der Organspende begangen – in diesem Jahr unter dem Motto „Zeit, Zeichen zu setzen“. Die zentrale Veranstaltung findet in Leipzig statt. Aktuelle Zahlen der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) zeigen: In Berlin ist die Zahl der Organspender:innen rückläufig. Im Jahr 2025 spendeten 33 Menschen nach ihrem Tod Organe. 2024 waren es noch 42.
Der Tag der Organspende findet seit mehr als 40 Jahren jeweils am ersten Samstag im Juni statt. Ziel ist es, über Organspende aufzuklären und Menschen zu motivieren, eine persönliche Entscheidung zu treffen und diese zu dokumentieren. Bundesweit machen Veranstaltungen und Informationsangebote auf die Bedeutung der Organspende aufmerksam.
vdek informiert über Organspende
Auch der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) informiert über Organspende und Transplantation. Die wichtigsten Fragen und Antworten rund um Voraussetzungen, Ablauf und Dokumentation einer Organspende hat der vdek in einem FAQ zusammengestellt.
Entscheidung dokumentieren und Angehörige entlasten
Rebecca Zeljar, Leiterin der vdek-Landesvertretung Berlin/Brandenburg, erklärt: „Sich mit dem Thema Organspende auseinanderzusetzen, fällt vielen Menschen schwer. Umso wichtiger ist es, eine persönliche Entscheidung bewusst zu treffen und diese festzuhalten – unabhängig davon, wie sie ausfällt. Eine dokumentierte Entscheidung schafft Klarheit und entlastet Angehörige in einer emotional belastenden Situation.“
Weiterhin hoher Bedarf an Spenderorganen
Trotz intensiver Aufklärungsarbeit bleibt der Bedarf an Spenderorganen hoch. Ende 2024 standen bundesweit mehr als 8.500 Menschen auf der Warteliste für ein lebensrettendes Organ. 679 Patient:innen starben, bevor ihnen geholfen werden konnte.
Bundesweit wurden 2025 insgesamt 985 Organspender:innen registriert – der höchste Stand seit 2012. Dennoch reicht die Zahl der verfügbaren Organe weiterhin nicht aus, um alle wartenden Patient:innen zu versorgen.
Organspendeausweis und Online-Register
Wer seine Entscheidung dokumentieren möchte, kann dafür weiterhin den klassischen Organspendeausweis nutzen. Zusätzlich steht seit März 2024 das digitale Organspende-Register zur Verfügung. Dort haben inzwischen mehr als 555.000 Menschen ihre Erklärung hinterlegt. Die Eintragung ist freiwillig, kostenlos und jederzeit änderbar.
Wichtig: Ein Organspende-Tattoo ersetzt keine rechtsverbindliche Erklärung und sollte daher immer durch einen Organspendeausweis oder einen Eintrag im Organspende-Register ergänzt werden.
Kontakt
Volker Berg
Referent Politik und Kommunikation
E-Mail: lv-berlin.brandenburg@vdek.com
Telefon: + 49 (0) 30 - 25 37 74 - 0