Kommentar Marina Rudolph, Leiterin der vdek-Landesvertretung Berlin/Brandenburg

Corona setzt Gesundheitssystem unter Druck

Marina Rudolph_vdek_Anke Illing

Die zweite Welle der Corona-Pandemie setzt das Gesundheitssystem erneut spürbar unter Druck. Im Frühjahr 2020 wurden im ambulanten und stationären Bereich die Weichen gestellt, um sich auf die zweite Welle vorzubereiten. Es wurden insbesondere in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen Konzepte erarbeitet, um drohende Engpässe und Versorgungsdefizite in den Griff zu bekommen.

In jüngerer Vergangenheit hat keine Infektionskrankheit innerhalb solch kurzer Zeit so viel Einschränkung und Veränderung im Alltag hervorgerufen. Im Vergleich zum Frühjahr ist die Lage nun viel kritischer. Die Bekämpfung der Pandemie ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die in den zurückliegenden Monaten viel Kraft abverlangt hat. Mit den in Rekordzeit entwickelten Impfstoffen geht die Hoffnung einher, dass die vom Coronavirus ausgehende Bedrohung erheblich minimiert werden kann. Bis dahin ist es notwendig, dass Krankenhäuser, Ärzte und Pflegeeinrichtungen unter den derzeitigen Bedingungen die Versorgung weiter sicherstellen können.

Die Zeit nach der Pandemie wird erneut herausfordernd. Es gilt aufgezeigte Reformbedarfe anzugehen und die Gesundheitsversorgung bezahlbar und zukunftsfähig zu halten.

Die Ersatzkassen und der vdek haben sich im Verlauf der Krise aktiv eingebracht und ihren Teil dazu beigetragen, dass die Gesundheitsversorgung weiterhin gut funktioniert. Diesen Beitrag werden wir auch in Zukunft leisten, um die Krise gemeinsam zu bewältigen.