Die Landesgeschäftsführerinnen und Landesgeschäftsführer der Ersatzkassen haben heute mit Staatssekretär Matthias Heidmeier aus dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales Nordrhein-Westfalen aktuelle gesundheitspolitische Herausforderungen und Reformvorhaben erörtert. Schwerpunkte des Austauschs waren die weitere Umsetzung der Krankenhausreform, die Weiterentwicklung ambulanter Versorgungsstrukturen sowie die Stärkung der Primärversorgung und einer zielgerichteten Patientensteuerung. Auch der Rettungsdienst muss effizienter und wirtschaftlicher ausgerichtet werden.
Die Gesprächspartner waren sich einig, dass die Strukturen im Gesundheitswesen nachhaltig und zukunftssicher reformiert werden müssen. Um die Versorgung auch künftig verlässlich sicherzustellen, müssen stationäre und ambulante Angebote bedarfsgerecht weiterentwickelt und die vorhandenen Ressourcen effizient eingesetzt werden. Dabei kommt einer starken Primärversorgung mit einer gezielten Steuerung der Patientinnen und Patienten eine zentrale Rolle zu. Niedrigschwellige Zugangswege, digitale Unterstützungsangebote und der verstärkte Einsatz multiprofessioneller Teams können dazu beitragen, die knappen personellen Ressourcen zielgerichtet einzusetzen und die Versorgung langfristig zu sichern.
Joao Rodrigues, Vorsitzender des Landesausschusses der Ersatzkassen in Nordrhein-Westfalen, betonte:
„Eine zukunftsfähige ambulante Versorgung braucht klare Zugangsstrukturen und eine wirksame Patientensteuerung. Patientinnen und Patienten müssen schneller und verlässlicher den für sie geeigneten Versorgungsweg finden. Dazu gehören mehr Orientierung im Versorgungssystem, eine bessere Koordination von Behandlungen und eine stärkere Einbindung qualifizierter Gesundheitsberufe. So können wir die vorhandenen Ressourcen gezielter einsetzen und gleichzeitig die Versorgung der Versicherten verbessern.“
Dirk Ruiss, Leiter der vdek-Landesvertretung Nordrhein-Westfalen, erklärte:
„Die Gesundheitsversorgung steht vor der Herausforderung, mit begrenzten personellen und finanziellen Ressourcen eine hochwertige Versorgung für immer mehr Menschen sicherzustellen. Deshalb brauchen wir eine Stärkung der Primärversorgung und eine bessere Patientensteuerung. Patientinnen und Patienten müssen schneller und gezielter an der für sie geeigneten Stelle versorgt werden. Gleichzeitig bietet die Ambulantisierung die Chance, medizinische Leistungen dort zu erbringen, wo sie für die Versicherten am sinnvollsten und oft auch am komfortabelsten sind. Die richtige Versorgung zur richtigen Zeit am richtigen Ort muss künftig zum Leitprinzip unseres Gesundheitswesens werden.“
Staatssekretär Matthias Heidmeier sagte:
„Die Gesundheitsversorgung in Nordrhein-Westfalen befindet sich in einem grundlegenden Wandel. Dabei haben wir allen Grund zum Optimismus. Unser Ziel ist es, den Menschen auch künftig einen verlässlichen und niedrigschwelligen Zugang zu bedarfsgerechter medizinischer Versorgung zu ermöglichen. Dazu gehören starke hausärztliche und primärversorgende Praxen ebenso wie eine gute Orientierung im Versorgungssystem und der weitere Ausbau ambulanter Angebote. Die starke und verlässliche Partnerschaft der Gesundheitsakteure in NRW zeigt mir, dass wir diese Herausforderung schaffen.“
Im Rahmen des Gesprächs wurden zudem die Auswirkungen des demografischen Wandels, die Fachkräftesicherung im Gesundheitswesen sowie die anstehenden Reformvorhaben auf Bundesebene erörtert.
Die Gesprächspartner vereinbarten, den konstruktiven Austausch zur Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung in Nordrhein-Westfalen fortzusetzen.
Kontakt
Christian Breidenbach
Pressesprecher
Verband der Ersatzkassen e.V. (vdek)
Landesvertretung Nordrhein-Westfalen
Tel.: 02 11 / 3 84 10 - 15
E-Mail: christian.breidenbach@vdek.com