Brandenburger Projekte
Der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) setzt im Auftrag der sechs Ersatzkassen (Techniker Krankenkasse (TK), BARMER, DAK-Gesundheit, Kaufmännische Krankenkasse - KKH, Handelskrankenkasse (hkk) und HEK - Hanseatische Krankenkasse) Projektansätze in den Lebenswelten nach § 20a SGB V und § 5 SGB XI und in ambulanten und (teil-)stationären Pflegeeinrichtungen um.
Derzeit laufende Projekte in Brandenburg:
- 2024 - 2026: „Aktiv im Kiez“
- 2026: "HBSC"
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Die Großwohnsiedlung Drewitz, am südöstlichen Rand Potsdams gelegen, wird seit über zehn Jahren im Rahmen des Entwicklungsprojektes „Gartenstadt Drewitz“ klimafreundlich und sozialverträglich umgestaltet. Das Präventionsprojekt „Gesunde Gartenstadt Drewitz“ wurde von Anfang 2021 bis Ende 2023 durchgeführt und ergänzt bestehende Aktivitäten um gesundheitsfördernde Angebote, insbesondere zur Unterstützung sozial benachteiligter Menschen. Die vdek-Landesvertretung hat gemeinsam mit dem Begegnungszentrum oskar. ein Projekt gestartet, das sozial benachteiligten Menschen gesundheitsbezogene Angebote unterbreitet. Kernstücke des Projekts sind Gesundheits- und Beteiligungsangebote, die gemeinsam mit der Zielgruppe entwickelt und im Begegnungszentrum bereitgestellt werden. Auch wird ein Gesundheitskompass erarbeitet, welcher gesundheitsrelevante Angebote im Quartier bündelt. Durch eine bürgernahe Zukunftswerkstatt „Gesunde Gartenstadt“ wurden gemeinsam mit der Zielgruppe Ideen zur Gestaltung ihres Quartiers entwickelt. Im Begegnungszentrum oskar wurde zudem eine „Gesundheitslotsin“ etabliert, die als Ansprechpartnerin dient und gesundheitsfördernde Angebote vermittelt.
„Aktiv im Kiez“, wird seit Anfang 2024 bis Ende 2026 durchgeführt. Es baut auf Erfolge und Erfahrungen des Projektes „Gesunde Gartenstadt Drewitz“ auf und entwickelt diese weiter. Aufgrund des Multiplikatorenkonzepts können gesundfördernde Inhalte beispielsweise im Rahmen von Fachvorträgen gestreut werden. Zudem werden Angebote zur Steigerung sozialer Teilhabe ausgebaut und generationsübergreifend gestaltet. So werden beispielsweise Bewegungsangebote ausgebaut, bei denen Senioren gemeinsam mit Kita-Kindern ihre Mobilität steigern können.
Während der Corona-Maßnahmen im Frühjahr 2020 und 2021 haben die Beteiligten per Balkonsport und Bewegungsvideos besonders schnell, bürgernah und kreativ auf den Lockdown sowie die veränderten Bedingungen der Coronapandemie reagiert.
Weitere Informationen finden Sie hier.
Brandenburg beteiligt sich an der internationalen HBSC-Studie „Health Behaviour in School-aged Children“. Partner sind die vdek-Landesvertretung Berlin/Brandenburg, die Ministerien für Bildung, Jugend und Sport (MBJS) und Gesundheit und Soziales (MGS) und die BTU Cottbus-Senftenberg. Ziel ist es, die Gesundheit und das Verhalten von Kindern und Jugendlichen wissenschaftlich fundiert zu erfassen.
Umfassende Befragung im Schulalltag
Ab Oktober 2025 werden über zwei Jahre Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5, 7 und 9 befragt. Erhoben werden unter anderem Daten zur psychischen Gesundheit, Bewegung, Mediennutzung und zum Substanzkonsum. Auch Einflüsse aus Familie, Schule und Freundeskreis werden berücksichtigt. Die teilnehmenden Schulen erhalten individuelle Schulgesundheitsprofile.
Grundlage für zielgerichtete Maßnahmen
Die Ergebnisse schaffen eine wichtige Datengrundlage, um Bedarfe frühzeitig zu erkennen und passgenaue Präventions- und Gesundheitsförderungsmaßnahmen zu entwickeln. Besonderes Interesse gilt aktuellen Entwicklungen, etwa im Bereich psychische Gesundheit oder Medienverhalten.
Nachhaltige Gesundheitsförderung stärken
Mit der dritten Erhebungswelle können Trends über mehrere Jahre analysiert werden. So trägt HBSC 2026 dazu bei, Gesundheitsförderung evidenzbasiert weiterzuentwickeln und nachhaltig in den Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen zu verankern.
Weitere Projekte aus "Gesunde Lebenswelten"
Der vdek unterstützt bundesweit Menschen durch eine gesundheitsfördernde Gestaltung ihrer Lebenswelten: Ob in der Kommune, der Werkstatt für Menschen mit Behinderung, der stationären Pflegeeinrichtung oder im Krankenhaus. So werden Ansätze - auch nach Auslaufen der Finanzierung durch die Kranken-/Pflegekassen - (weiter-)entwickelt und ihre gesundheitsförderlichen Wirkungen nachhaltig gesichert.