Berliner Projekte

Der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) setzt im Auftrag der sechs Ersatzkassen (Techniker Krankenkasse (TK), BARMER, DAK-Gesundheit, Kaufmännische Krankenkasse - KKH, Handelskrankenkasse (hkk) und HEK - Hanseatische Krankenkasse Projektansätze in den Lebenswelten nach § 20a SGB V und § 5 SGB XI und in ambulanten und (teil-)stationären Pflegeeinrichtungen um.

 Hier geht es zu den Brandenburger Projekten.

2025 - 2028: Aktiv

Szene aus dem Seniorenheim, zwei junge Mädchen spielen mit älteren Frauen und Männern
Alle zwei Wochen spielen Schülerinnen der Ursulinenschule mit den Bewohnern des Seniorenhauses das Geschicklichkeitsspiel Jakkolo.

Das Projekt ist zum 1.11.2025 gestartet, läuft bis 30.04.2028 und wird zusammen mit dem Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf und Fit & Fun Marzahn e.V. durchgeführt. Mit dem Projekt werden die Struktur von Bewegungsangeboten im Bezirk nachhaltig ausbaut und sowohl Ältere als auch Kinder zu mehr Bewegung und sozialer Teilhabe ermutigt. Das übergeordnete Ziel dieses Projekts ist es, Prävention im Bezirk generationsübergreifend zu fördern. Konkret sollen Übungsleiterinnen und Übungsleiter gewonnen werden - vornehmlich älteren Menschen aus Marzahn-Hellersdorf - die sich langfristig und ehrenamtlich für die Grundschulkinder im Bezirk engagieren. Diese werden in den Bereichen Bewegung, Ernährung sowie Stress- und Ressourcenmanagement ausgebildet. Zudem werden regelmäßig Informationsveranstaltungen abgehalten, welche die Menschen im Bezirk auf das Projekt aufmerksam machen sollen. Das Competence Center Care Coordination unterstützt durch eine wissenschaftliche Begleitevaluation, um den Erfolg des Projekts zu messen, kontinuierlich zu verbessern und sicherzustellen, dass die Bedürfnisse der Zielgruppen bestmöglich erfüllt werden.

2025 - 2028: Erlebnis.Stadtraum

Viele Hände leben Inklusion und Integration
Viele Hände leben Inklusion und Integration mit Rollstuhl in der Mitte

Das Projekt ist zum 1.11.2025 gestartet, läuft bis 31.10.2028 und wird zusammen mit dem Projektpartner Gaia Culture e.V. durchgeführt. Angesprochen werden ältere Menschen, unter anderem mit Migrationshintergrund sowie mit geistigen und/oder körperlichen Einschränkungen. Im Quartier Mehringplatz

  • werden Bewegungseinheiten wie Yoga- und Qi Gong-Kurse in Gruppen durchgeführt, um die körperliche Beweglichkeit zu fördern, Stress abzubauen und das allgemeine Wohlbefinden zu steigern.
  • finden regelmäßige Klilmaspaziergänge statt, die neben körperlicher Betätigung der Auseinandersetzung mit dem Klimawandel und seinen Auswirkungen auf die Gesundheit dienen. Es wird eine Klima- und Bewegungslandkarte erstellt, die den Bewohnerinnen des Quartiers hilft, beschattete Orte für Bewegungsübungen zu finden.
  • bietet ein Hausgarten des Unionhilfswerks F1 die Möglichkeit, aktivg zu gärtnern. Hier werden beim Umgang mit Pflanzen und Lebensmitteln gesunde und nachhaltige Ernährungsgewohnheiten erlernt. Das gemeinsame Arbeiten im Garten stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl und fördert den Austausch zwischen den Generationen und Kulturen.

Ziel ist es, eine inklusive und gesundheitsförderliche Gemeinschaft zu schaffen, in der alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen gesunden Lebensstil erreichen und erhalten können. Die Angebote werden partizipativ und inklusiv gestaltet.

2025 - 2026: Klimawandel als Einflussfaktor auf die Bewegung von Menschen ab 65 Jahren (KliBe)

Senioren in der Reha mit Stretchband

KliBe ist zum 01.01.2025 gestartet, läuft bis Ende 2026 und wird in Berlin-Pankow zusammen mit dem Qualitätsverbund Netzwerk im Alter – Pankow e. V. (QVNIA e. V.) durchgeführt. Es zielt vor dem Hintergrund des Klimawandels und der damit einhergehenden Häufung extremer Hitzetage vorrangig darauf ab, gesundheitserhaltendes Altern zu unterstützen.
Im Fokus des Projekts stehen Personen ab 65 Jahren. Angesprochen werden insbesondere Alleinlebende, Menschen mit eingeschränktem sozialen Netzwerk und/oder Hilfe- und Pflegebedarf. Durch den generationenübergreifenden offenen Ansatz, steht KliBe auch Angehörigen und Personen jüngeren Alters offen. Mit dem Projekt werden Ziele zur klimasensiblen Gesundheitsförderung in der Lebenswelt Kommune verfolgt und mit konkreten Maßnahmen umgesetzt. Beispielsweise wird die Förderung altersgerechter Mobilität mit dem Fokus auf Hitzeextreme behandelt. Weiterhin soll klimasensible Gesundheitskompetenz gestärkt werden, indem die klimabewusste Gestaltung von bewegungsförderlichen Gegebenheiten im öffentlichen Raum gefördert und die Zielgruppe zur Partizipation ermutigt wird. Insbesondere sollen gesundheitsfördernden Ressourcen und Bewältigungsstrategien der Einzelnen gestärkt werden.

2024 - 2025: Kompetenz-Gesundheitsförderung
in der Lebenswelt Pflege (GLP)

Krankenschwester gibt in Pflegeeinrichtung Medikamente an Rentnerin

Das Projekt ist zum 01.01.2024 gestartet, läuft bis Ende 2025 und wird in Berlin-Pankow durchgeführt. Es zielt darauf ab, die Lebensbedingungen in Pflegeeinrichtungen durch Präventionsmaßnahmen zu verbessern. Im Rahmen des Projekts wird dafür ein Konzept für einen dualen und modularen Qualifizierungsprozess entwickelt. Ziel ist es, Verantwortungsträgern in Einrichtungen zu ermöglichen, Gesundheitsförderung und Prävention nachhaltig und praxisorientiert in den Pflegeeinrichtungen zu integrieren. Im Fokus des Projekts stehen die Beschäftigten in leitenden Positionen, Pflegefachkräfte und Betreuungspersonal. Darüber hinaus werden durch das Projekt die pflegebedürftigen Menschen, die in diesen Einrichtungen leben und die angebotenen Dienstleistungen nutzen, in den Blick genommen und beteiligt. Flankiert werden die Maßnahmen durch ein Fortbildungsprogramm für Mitarbeitende. Darüber hinaus entsteht ein neuer Baustein zur Förderung der psychosozialen Gesundheit von Pflegebedürftigen. Ziel des Pilotprojektes ist es, nachhaltig und fundiert die Kompetenzen in Pflegeeinrichtungen auf verschiedenen Ebenen weiterzuentwickeln und gesundheitsförderliche Strukturen in den Einrichtungen zu verankern - basierend auf dem aktuellen Stand von wissenschaftlichen und projektbasierten Erkenntnissen.

Weiterentwicklung des Projekts mit „Kompetenz‑GLP 2.0“

seit Juni 2026 wird das erfolgreiche Projekt in Berlin-Pankow weitergeführt. Ziel ist es, Gesundheitsförderung und Prävention dauerhaft in Pflegeeinrichtungen zu verankern und die Kompetenzen von Mitarbeitenden und Leitungskräften gezielt auszubauen.

  • Qualifizierung und praxisnahe Umsetzung: Kern des Projekts ist die Weiterentwicklung einer Weiterbildung zur „Fachkraft für Prävention und Gesundheitsförderung“. Ergänzend wird ein modulares Fortbildungsprogramm für Pflegepersonal umgesetzt. Ein erprobter Praxisleitfaden unterstützt Einrichtungen dabei, Maßnahmen zur Förderung der psychosozialen Gesundheit systematisch in den Alltag zu integrieren.
  • Beteiligung und Prävention im Fokus: Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Partizipation von Pflegebedürftigen und Beschäftigten. In einem strukturierten Prozess werden gemeinsam gesundheitsförderliche Maßnahmen entwickelt und erprobt. Zudem rückt die Prävention von Gewalt in der Lebenswelt Pflege stärker in den Fokus.
  • Nachhaltige Strukturen schaffen: Das Projekt wird wissenschaftlich begleitet und in der Praxis erprobt. Ziel ist es, wirksame und übertragbare Ansätze zu entwickeln, die langfristig zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen und der Lebensqualität in Pflegeeinrichtungen beitragen.

Dieses Projekt finden Sie auch im Präventionsbericht 2024 auf S. 132 des MDS und der GKV aufgeführt.

GKV-Leitfaden

Standdatum: 19.12.2024

2023 - 2025: Aktiv in den Ruhestand

Gruppe von aktiven fröhlichen Senioren

Programm für Senior:innen ebnet Übergang in nachberufliche Phase

Im Berliner Bezirk Marzahn-Hellersdorf ist das Projekt „Aktiv in den Ruhestand“ gestartet. Dabei werden alle 65-jährigen Bürger:innen aus Marzahn-Hellersdorf quartalsweise per Brief zu einer Informationsveranstaltung in ein Stadtteilzentrum vor Ort eingeladen. Zusätzlich erhalten sie den eigens erarbeiteten „Ruhestandskompass“ - eine auf die Bedürfnisse älterer Menschen abgestimmte Handreichung mit reichlich Informationen und Anregungen für die Zeit nach der aktiven Berufsphase. Der Ruhestandskompass wurde im Projektverlauf aktualisiert, liegt nun in der zweiten Auflage vor und steht in den Stadtteilzentren von Marzahn -Hellersorf kostenlos zur Verfügung. Das berlinweit einzigartige Projekt ist im Rahmen einer Kooperation zwischen dem Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf und der vdek-Landesvertretung Berlin/Brandenburg entwickelt worden. Ziel des Programms ist es, die angehenden Ruheständler:innen zu motivieren, Möglichkeiten der Beteiligung und des ehrenamtlichen Engagements vor Ort wahrzunehmen, sich sozial zu vernetzen und langfristig Wohlbefinden und Gesundheit zu stärken, kurzum, den Übergang in den Ruhestand gesundheitsfördernd zu gestalten. „Aktiv in den Ruhestand“ ist Bestandteil der Gesundheitsstrategie Marzahn-Hellersdorf. Diese will durch Unterstützungsangebote Voraussetzungen für gesunde Lebensbedingungen unabhängig von der sozialen Lage schaffen und wird dort vom im Bezirksamt ansässigen SeniorenServiceBüro koordiniert. Während der gesamten Laufzeit von drei Jahren wird das Projekt wissenschaftlich begleitet und auf Wirksamkeit und Nachhaltigkeit erforscht. Die Finanzierung erfolgt durch die vdek-Landesvertretung Berlin/Brandenburg.

2019 - 2021: Präventionsprojekt „Kind und Familie in Neukölln“
2022 - 2023: Präventionsprojekt „Familiäre Gesundheit im Kiez“

Frau mit Kopftuch und Kind lächeln sich an

2024 - 2026: Familiäre Gesundheitsförderung insbesondere bei Alleinerziehenden (FamGeF)

2026 - 2028: Familiäre Gesundheitsförderung für Allein- und Getrennterziehende stärken (FamGeFö)

Die vdek-Landesvertretung hat gemeinsam mit der Berlin School of Public Health und dem Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Berlin das Präventionsprojekt Kind und Familie auf den Weg gebracht. Über das Projekt soll Familien und Alleinerziehenden ein niedrigschwelliger Zugang zu einer gesünderen Lebensweise ermöglicht werden.

15 Familienbildungsstätten in Berlin Neukölln beteiligen sich an der Projektumsetzung. Im Einklang mit den Wünschen und  Bedürfnissen der Teilnehmenden, werden  gesundheitsfördernde Angebote empfohlen. Die Ansprache der Alleinerziehenden wird durch Lotsen unterstützt. Dabei soll es gelingen, Alleinerziehende in ihrer gesundheitsbewussteren Lebensführung zu fördern. Das Ziel ist es, dass die Alleinerziehenden durch dieses Projekt den Familienalltag nachhaltig gesundheitsbewusst gestalten können. Dafür stellen die Familienbildungsstätten Angebote mit einem gesundheitsfördernden Bezug zur Verfügung.

Die Vernetzung kommunaler Einrichtungen wie Familienbildungsstätten, Familienzentren, Familienberatungsstellen, Jobcenter, Neuköllner Netzwerken, Sportvereinen und Freizeiteinrichtungen, hilft die Wünsche und Bedürfnisse der Familien von Alleinerziehenden gesundheitsfördernd stärker zu unterstützen.

Die gewonnen Erkenntnisse und Erfahrungen wurden nach Abschluss des Pilotprojekts „Kind und Familie“ (KiFa) von Anfang 2022 bis Ende 2024 mit dem Projekt „Familiäre Gesundheit im Kiez“ (FamGeKi) im Bezirk Berlin Mitte weitergeführt und adaptiert. Darauf aufbauend werden seit Anfang 2024 im Bezirk Tempelhof-Schöneberg mit Blick auf die Zielgruppe der Alleinerziehenden Väter praktische und strukturelle Maßnahmen der familiären Gesundheitsförderung spezifiziert und etabliert. Als erste kommunale Veränderung konnte der Ausbau der Beratungsstellen für Alleinerziehende verzeichnet werden. Es besteht bereits eine enge Zusammenarbeit mit Familienzentren im Bezirk und es konnten bisher 29 Gesundheitsmittler*innen qualifiziert werden.

Mit dem Folgeprojekt „Familiäre Gesundheitsförderung – insbesondere bei Allein- und Getrennterziehenden“ (FamGeFö) entwickelt die vdek-Landesvertretung Berlin/Brandenburg ihre bisherigen Präventionsaktivtäten für Alleinerziehende in Berlin gezielt weiter. Aufbauend auf den Erkenntnissen aus den vorangegangenen Projekten werden konkrete Maßnahmen in den Bezirken Charlottenburg-Wilmersdorf und Marzhan-Hellersdorf erprobt und für die Praxis nutzbar gemacht, um Familien im Alltag wirksam zu unterstützen. Im Mittelpunkt stehen niedrigschwellige, alltagsnahe Angebote, die gemeinsam mit den Zielgruppen entwickelt werden. Dazu zählen u. a. bedarfsgerechte Informations- und Beratungsformate, die Stärkung bestehender Netzwerke im Kiez sowie die bessere Verzahnung von Gesundheits-, Sozial- und Familienangeboten vor Ort. Ein besonderer Fokus liegt auf der Einbindung von Allein- und Getrennterziehenden in belasteten Lebenslagen, um passgenaue Unterstützungsstrukturen zu schaffen.

Ergänzend werden Fachkräfte in den Bezirken Marzahn-Hellersdorf und Charlottenburg-Wilmersdorf aktiv einbezogen, etwa durch Workshops, Austauschformate und gemeinsame Bedarfsanalysen. Qualitative und quantitative Erkenntnisse werden systematisch ausgewertet und in konkrete Handlungsempfehlungen überführt. So trägt FamGeFö dazu bei, kommunale Angebote gezielt weiterzuentwickeln und nachhaltige, wirksame Strukturen der Gesundheitsförderung für Familien zu stärken.

Weitere Informationen finden Sie hier und auf der Seite des Berliner Institut für Gesundheits- und Sozialwissenschaft.  

Cover Familienzeitung Kind und Familie Ausgabe September 2021

Ausgabe September 2021 Familienzeitung

Was gibt's Neues im Projekt "Kind und Familie (KiFa) - Familiäre Gesundheitsförderung insbesondere mit Alleinerziehenden"? Was gibt's Neues im Kiez? - Die Familienzeitung berichtet.

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Der vdek unterstützt bundesweit Menschen durch eine gesund­heits­­fördernde Gestaltung ihrer Lebens­welten: Ob in der Kommune, der Werk­statt für Menschen mit Behinderung, der stationären Pflege­einrichtung oder im Kranken­haus. ­So werden Ansätze - auch nach Auslaufen der Finanzierung durch die Kranken-/Pflegekassen - (weiter-)entwickelt und ihre gesundheitsförderlichen Wirkungen nachhaltig gesichert.