Krankenhäuser Brandenburg

Allgemeine Informationen

Nach dem Dritten Krankenhausplan des Landes Brandenburg, aufgestellt durch das Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz (MUGV), stehen für die Versorgung der Bevölkerung 14.916 Planbetten in 50 Krankenhäusern zur Verfügung.

Davon sind:

  • 18 Krankenhäuser in öffentlicher Hand
  • 16 in freigemeinnütziger Trägerschaft  
  • 16 in privater Trägerschaft

Diese untergliedern sich nach folgenden Versorgungsstufen:

  • Schwerpunktversorgung (5) 
  • Regelversorgung (11) 
  • Grundversorgung (16)  
  • Fachkrankenhäuser (18)

Weitere Informationen erhalten Sie auch auf der Internetseite der Landeskrankenhausgesellschaft http://lkb-online.de/

Krankenhausplanung

Ärztin bereitet eine Infusion vor

Grundlage für die Krankenhausplanung bildet das Gesetz zur Entwicklung der Krankenhäuser im Land Brandenburg (Bbg KHEG), das am 9. Juli 2009 in Kraft getreten ist.

Der derzeitige Krankenhausplan (Dritter Krankenhausplan des Landes Brandenburg) hat einen Zielhorizont bis 2013. Derzeit wird an der ersten Fortschreibung gearbeitet.

Mit dem Dritten Krankenhausplan des Landes Brandenburg wurde die Darstellungsweise der planerischen Festlegung gegenüber den bisherigen Krankenhausplänen geändert. Der Dritte Krankenhausplan ist erstmals als "Rahmenplan" ausgestaltet, d. h. die Krankenhäuser werden nur noch mit ihrer Gesamtzahl, ihren Standorten und deren Abteilungsstrukturen ausgewiesen.

Die Ersatzkassen setzen sich bereits zum jetzigen Zeitpunkt intensiv dafür ein, auch zukünftig eine flächendeckende adäquate Versorgung aller gesetzlich Versicherten zu erreichen. Dazu ist eine bedarfsorientierte Planung und Überwachung erforderlich, damit keine Über- beziehungsweise Unterversorgungen eintreten, weil Krankenhausträger nur noch Leistungen anbieten, die aus ihrer Sicht entsprechende Gewinne erzielen.

Sofern keine Festlegung der fachabteilungsbezogenen Betten und damit eine Festlegung der Abteilungsgröße erfolgt, ist zumindest ein detaillierter Feststellungsbescheid für die Krankenhäuser erforderlich. Dieser muss genaue Angaben zur Leistungstiefe eines Krankenhauses enthalten und den Versorgungsauftrag beschreiben. Dies gilt ebenso für Besonderheiten der Region sowie der Krankenhausversorgung.

Die erste Fortschreibung des Dritten Krankenhausplans des Landes Brandenburg soll im zweiten Quartal 2013 durch das Kabinett beschlossen werden. Danach würde dann durch den Erlass von Feststellungsbescheiden die praktische Umsetzung erfolgen.

Krankenhausfinanzierung

Eine Hand überreicht einer anderen Geldscheine

Durch den Gesetzgeber wird in § 10 KHEntgG geregelt, dass die Vertragsparteien auf Landesebene (Landeskrankenhausgesellschaft und Krankenkassenverbände) jährlich einen landesweit geltenden Basisfallwert für das Folgejahr zu vereinbaren haben. Dieser Wert ist als Landesbasisfallwert (LBFW) zwischenzeitlich geläufig.

Erstmals wurde dieser LBFW für das Jahr 2005 vereinbart. Durch den Gesetzgeber wurde lediglich die Methode zur Findung dieses LBFW vorgegeben. Den Krankenkassen wurde gesetzlich der Auftrag gegeben, den LBFW so festzulegen, dass Beitragssatzerhöhungen ausgeschlossen werden. Der LBFW stellt einen durchschnittlichen Wert dar, der bei einer landesweiten Betrachtung der vergangenen Jahre und den daraus bekannten Parametern zu entwickeln ist. Da die Leistungsfähigkeit der einzelnen Krankenhäuser sowie die wirtschaftliche Aufstellung sehr unterschiedlich sind, hat der Gesetzgeber vorgegeben, dass dieser LBFW bei den hausindividuellen Verhandlungen als Richtwert anzuwenden ist und hatte den Krankenhäusern bis zum Jahr 2009 eine „Schonfrist“ eingerichtet, um sich in überschaubaren Schritten dem Landesdurchschnitt anzupassen. Diese Konvergenzphase von 2005 bis 2009 diente in erster Linie den nicht wirtschaftlich arbeitenden Krankenhäusern, in diesem Zeitraum entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, um ein wirtschaftliches Handeln sicherzustellen.

Die Vertragsparteien im Land Brandenburg haben sich einvernehmlich für das Jahr 2012 auf einen Landesbasisfallwert in Höhe von 2.935 Euro verständigt.

Die Genehmigung durch die Aufsichtsbehörde liegt vor.