Präventionsberichte

Mit dem jährlichen Präventionsbericht stellen die Krankenkassen auf freiwilliger Basis Transparenz über ihre Leistungen in der Primärprävention und betrieblichen Gesundheitsförderung nach § 20 Abs. 4  SGB V her.

Broschürencover Präventionsbericht 2017 mit Bild von Eltern mit zwei Kindern beim Spaziergang

Broschüre Präventionsbericht 2017 mit Tabellenband

Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung: Primärprävention und betriebliche Gesundheitsförderung: Berichtsjahr 2016.

Im Berichtsjahr 2016 förderten die Krankenkassen mit ihren Aktivitäten zur Primärprävention und Gesundheitsförderung 35.000 Settings und 13.000 Betriebe. In den sogenannten Settings oder auch Lebenswelten wie beispielsweise Stadtteile, Schulen und Kitas konnten 3,3 Millionen Menschen direkt erreicht werden. 1,4 Millionen Menschen profitierten an ihrem Arbeitsplatz von gesundheitsfördernden Maßnahmen. Hinzu kommen rund 1,7 Millionen, die an individuellen Kursangeboten der Krankenkassen (Präventionskursen) teilgenommen haben. Insgesamt wurden 6,4 Millionen Menschen mit Maßnahmen der Prävention und Gesundheitsförderung direkt erreicht.

Knapp 500 Millionen Euro für Gesundheitsförderung ausgegeben

Die Krankenkassen haben auch im Berichtsjahr 2016 ihr Engagement in der Prävention und Gesundheitsförderung verstärkt und wendeten knapp 500 Millionen Euro für Maßnahmen zur Gesundheitsförderung ihrer Versicherten auf. Hiervon wurden 147 Millionen Euro für Maßnahmen in Betrieben verausgabt. 116 Millionen Euro wurden für das Engagement in den Lebenswelten (Setting-Ansatz) ausgegeben. Das ist gut dreimal so viel wie in 2015. Für die Durchführung von individuellen Präventionskursen zur Stärkung von gesundheitsförderlichem Verhalten investierten die Krankenkassen 211 Millionen Euro, 4 Prozent mehr als im Vorjahr.

Krankenkassen bauen Gesundheitsförderung weiter aus

Die mit dem Präventionsgesetz am 25. Juli 2015 in Kraft getretenen wesentlichen Neuregelungen bilden auch diesmal den fachlichen Themenschwerpunkt des Präventionsberichts 2017. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der kommunalen Gesundheitsförderung und Prävention und der Qualitätssicherung von Maßnahmen. Es wird ein Auszug der Angebote und Initiativen der gesetzlichen Krankenkassen sowie das Engagement im Rahmen der nationalen Präventionsstrategie vorgestellt. Die Bedeutung und Entwicklung der Koordinierungsstellen Gesundheitliche Chancengleichheit werden ebenso beschrieben wie die Möglichkeiten, vulnerable Zielgruppen in den Kommunen zu erreichen. Das Engagement der Krankenkassen in der Gesundheitsförderung und Prävention wird sich auch zukünftig weiter verstärken. Neben dem Ausbau bestehender Maßnahmen und Kooperationen, wurden mit der nationalen Präventionsstrategie, den Landesrahmenvereinbarungen sowie den regionalen Koordinierungsstellen zur betrieblichen Gesundheitsförderung neue Kooperations- und Netzwerkstrukturen implementiert.

Cover MDS-Präventionsbericht 2005

Präventionsberichte-Archiv

Der quantitative Ausbau und die Qualitätsverbesserungen in Prävention und Gesundheitsförderung werden seit der Wiedereinführung des § 20 Abs. 1 und 2 SGB V im Jahr 2000 dokumentiert. Hier stehen Ihnen die Präventionsberichte seit 2005 (zum Berichtsjahr 2003) zur Verfügung. » mehr

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