Präventionsberichte

Mit dem jährlichen Präventionsbericht stellen die Krankenkassen auf freiwilliger Basis Transparenz über ihre Leistungen in der Primärprävention und betrieblichen Gesundheitsförderung nach § 20 Abs. 4  SGB V her.

Präventionsbericht 2018 (Berichtsjahr 2017)

Berichtsjahr 2017 Präventionsbericht 2018

Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung: Primärprävention und betriebliche Gesundheitsförderung & Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung: Prävention in stationären Pflegeeinrichtungen

Im Berichtsjahr 2017 erreichten die Krankenkassen mit ihren Aktivitäten zur Primärprävention und Gesundheitsförderung 40.000 nichtbetriebliche Lebenswelten (sog. Setting-Ansatz) wie z.B. Stadtteile, Kindertagesstätten, Schulen. Dies entspricht 12% mehr als im Vorjahr. Zudem setzten die Krankenkassen in 18.000 Betrieben Aktivitäten zur betrieblichen Gesundheitsförderung um und erreichten damit 35% mehr Betriebe als noch in 2016. Insgesamt erreichten die gesetzlichen Krankenkassen 2017 ca. 6,4 Millionen Menschen mit Leistungen zur Prävention und Gesundheitsförderung in ihren Lebenswelten, den sog. Settings. Hinzu kommen rund 1,7 Millionen, die an individuellen Kursangeboten der Krankenkassen (Präventionskurse) teilgenommen haben.

Gesundheitsförderung ausgeweitet

Die differenzierten Auswertungen und Ergebnisse zeigen nicht nur, dass die Krankenkassen die gesetzlich festgelegten Mindestausgaben für Leistungen zur lebensweltbezogenen Prävention, Gesundheitsförderung und betrieblichen Gesundheitsförderung ausgeschöpft haben, sondern sie belegen auch, dass sie ihr Leistungsspektrum ausgeweitet haben. 2017 haben die Krankenkassen somit zum einen mehr Versicherte mit ihren Maßnahmen in den Lebenswelten/Settings erreicht, zum anderen aber auch die Anzahl der Lebenswelten und Betriebe im Vergleich zu den Vorjahren erhöht. Zudem wurde das Angebotsspektrum für Betriebe weiterentwickelt: Die niedrigschwellige Informationsbereitstellung und Erstberatungen durch die regionalen BGF-Koordinierungsstellen der Krankenkassen wurden im Startjahr 2017 bereits gut angenommen.

Pflegeleistungen in Präventionsbericht aufgenommen  

Erstmals enthält der Bericht auch ein Kapitel über die Präventions- und Gesundheitsförderungsleistungen der gesetzlichen Pflegekassen in stationären Pflegeeinrichtungen. Über 1.400 stationäre Pflegeeinrichtungen sind in 2017 unter Beteiligung und Unterstützung der Pflegekassen in einen Gesundheitsförderungsprozess eingestiegen. Die Pflegekassen haben in knapp 17.000 Fällen zu dem Vorgehen, Nutzen und Zweck von Gesundheitsförderungsmaßnahmen für pflegebedürftige Menschen, die in stationären Pflegeeinrichtungen leben, informiert.

Neue Präventionsziele festgelegt

2018 haben die Krankenkassen zudem die neue Zieleperiode von 2019 bis 2024 formuliert. Die definierten Ziele berücksichtigen die Vorgaben und Inhalte der nationalen Präventionsstrategie. Hierzu findet sich ein Beitrag im letzten Kapitel „Empfehlungen und Fazit“ des Berichts. 

Ausgehend von den Inhalten der Bundesrahmenempfehlungen liegt der Themenschwerpunkt des Präventionsberichts 2018 auf der Vorstellung ausgewählter Initiativen der gesetzlichen Krankenkassen und Pflegekassen. Ebenso wird das kassenseitige Engagement im Rahmen der nationalen Präventionsstrategie vorgestellt. Die Bedeutung und Entwicklung der Koordinierungsstellen Gesundheitliche Chancengleichheit unter dem Dach des GKV-Bündnisses für Gesundheit als gemeinsame Initiative der gesetzlichen Krankenkassen wird ebenso beschrieben wie das in der Vorbereitung befindliche Förderprogramm für den gesundheitsfördernden Strukturaufbau in Kommunen. Im Fokus steht dabei die Unterstützung von Kommunen mit Problemlagen und besonderen sozialen bzw. gesundheitlichen Herausforderungen. Das Engagement der Krankenkassen in der Gesundheitsförderung und Prävention wird sich auch zukünftig weiter verstärken. Neben dem Ausbau bestehender Maßnahmen und Kooperationen wurden mit der nationalen Präventionsstrategie, den Landesrahmenvereinbarungen sowie den regionalen Koordinierungsstellen zur betrieblichen Gesundheitsförderung neue Kooperations- und Netzwerkstrukturen implementiert.

Der nächste Präventionsbericht erscheint im Dezember 2019.

Cover MDS-Präventionsbericht 2005

Präventionsberichte-Archiv

Der quantitative Ausbau und die Qualitätsverbesserungen in Prävention und Gesundheitsförderung werden seit der Wiedereinführung des § 20 Abs. 1 und 2 SGB V im Jahr 2000 dokumentiert. Hier stehen Ihnen die Präventionsberichte der Vorjahre seit 2005 (zum Berichtsjahr 2003) zur Verfügung. » mehr

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